15.06.2021 14:52 |

Flexibilität gewünscht

Kein Homeoffice? Jeder Zweite würde Job kündigen!

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten weltweit würde ihren Job kündigen, wenn es nach der Pandemie keine flexibleren Arbeitsbedingungen gibt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von EY, für die das Beratungsunternehmen mehr als 16.000 Mitarbeiter aus verschiedensten Berufen und Branchen in 16 Ländern befragt hat.

Neun von zehn Arbeitnehmern wünschen sich demnach mehr Flexibilität in Bezug auf Ort und Zeit ihrer Arbeit. Wenn sie die Wahl hätte, würde sich mehr als die Hälfte der befragten Mitarbeitenden (54 %) für mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten entscheiden. Im Vergleich dazu wünschen sich 40 Prozent Variabilität hinsichtlich des Arbeitsortes. Im Durchschnitt möchten Mitarbeitende nach der Pandemie zwei bis drei Tage an einem anderen Ort, also remote, arbeiten können.

Mehr Flexibilität gewünscht
Wenn die Einschränkungen aufgrund der Pandemie in ihren Ländern gelockert werden, würden 22 Prozent lieber Vollzeit im Büro arbeiten, wobei 33 Prozent der befragten Mitarbeiter eine insgesamt kürzere Arbeitswoche wünschen. Zwei Drittel (67 %) glauben, dass ihre Produktivität unabhängig vom Standort gleich bleibt, so die Ergebnisse der EY-Umfrage „Work reimagined“.

Zu den Berufsgruppen, die am ehesten ihren Arbeitsplatz wechseln würden, gehören Manager bzw. Führungskräfte, Mitarbeitende mit Technologie- oder Finanzaufgaben sowie Pflegekräfte. Zu denjenigen, die am ehesten in ihrer aktuellen Position bleiben, gehören die Babyboomer, Personen mit einer Betriebszugehörigkeit von mehr als zehn Jahren und Personen, die in der Verwaltung oder im Bildungswesen tätig sind.

Trotz der offensichtlichen Bereitschaft, den Arbeitsplatz für flexiblere Arbeitsregelungen zu wechseln, sagen die meisten der befragten Mitarbeitenden (76 %), dass sie mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden sind. Fast alle Beschäftigten (93 %) planen grundsätzlich, in den nächsten zwölf Monaten in ihrer derzeitigen Position zu bleiben.

„Flexibles Arbeiten ist die neue Währung“
„Die Bereitschaft der Mitarbeitenden, im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld den Arbeitsplatz zu wechseln, ist ein entscheidender Faktor. Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, dass Flexibilität sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber funktionieren kann. Flexibles Arbeiten ist die neue Währung, um Top-Talente zu gewinnen und zu halten. Arbeitgeber, die in Zukunft die besten Mitarbeitenden halten wollen, müssen flexibles Arbeiten in den Mittelpunkt ihrer Talentstrategie stellen“, kommentiert Regina Karner, Leiterin People Advisory Services und Partnerin bei EY Österreich.

Eine flexiblere Arbeitsweise und das damit verbundene Arbeiten aus der Ferne führt laut Umfrage jedoch zu höheren Anforderungen an die technologischen Rahmenbedingungen, sowohl vor Ort als auch im Homeoffice. 64 Prozent der Befragten wünschen sich bessere Technologien im Büro (z.B. schnelleres Internet und Videokonferenzen), fast die Hälfte (48 %) wünscht sich, dass der Arbeitgeber die Hardware im Homeoffice aufrüstet (z. B. zusätzliche Monitore und Headsets), und fast der gleiche Anteil (47 %) wünscht eine Erstattung der Kosten für Hochgeschwindigkeits-Internet.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle
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