Dezentrales Mahnmal

„Steine der Erinnerung“ jetzt auch im Burgenland

Burgenland
10.11.2021 16:11
In Güssing wird seit Neuestem an vertriebene und ermordete jüdische Mitbürger erinnert. Dafür wurden sogenannte Stolpersteine verlegt. Diese Stolpersteine sind eine Idee des deutschen Künstlers Gunter Demnig. Seit 1996 hat er über 75.000 dieser Gedenkwürfel verlegt.

Mittlerweile gibt es auch einige Nachahmerprojekte wie in Wien, wo bekanntlich „alles anders“ ist - dort ist man „barrierefrei“, hält darum nichts vom Stolpern und spricht von „Steinen der Erinnerung“. Die Plaketten werden dort maschinell gefertigt.

Individuelle Arbeit für Einzelschicksale
Dem Güssinger Initiator Michael Hammer ist es dabei wichtig, kein Plagiat, sondern Originalsteine Gunter Demnigs zu verlegen. Denn diese werden in Handarbeit angefertigt und gelten als das größte dezentrale Mahnmal der Welt, denn die Steine finden sich in weiteren 26 Ländern. Und der Bedarf wird nicht weniger – rund 650 werden pro Monat hergestellt. Die Stadt Güssing hat das Vorhaben von Anfang an unterstützt und ist damit die erste Kommune im Burgenland, die sich der Idee anschließt.

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