08.11.2021 16:20 |

Herber Rückschlag

Australien will noch Jahrzehnte lang Kohle fördern

Als herbsten Rückschlag für einen Erfolg der Glasgower Klimakonferenz bezeichnen Klimaschützer die Ankündigung Australiens, mindestens noch einige Jahrzehnte Kohle zu fördern und Emissionen in die Atmosphäre zu schleudern.

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„Wir haben ganz klar gesagt, dass wir keine Kohleminen und keine Kohlekraftwerke schließen werden“, betonte der australische Ressourcenminister Keith Pitt. Es werde noch sehr lange einen Markt für Kohle geben, und so lange werde Australien den Rohstoff auch verkaufen.

Australier glauben an steigende Nachfrage
Dreiste Aussage des Aussies: „Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage für Kohle bis 2030 weiter massiv ansteigen wird.“ Australien ist einer der größten Kohle- und Erdgasproduzenten der Welt. Doch obwohl das Land in den vergangenen Jahren mit immer extremeren klimabedingten Naturkatastrophen wie Dürren, Überschwemmungen und Buschbränden zu kämpfen hat, bleibt der Commonwealth-Staat stur auf fossiler Linie.

Inzwischen deckten Aktivisten von Global Witness auf, dass die Lobbyisten der Öl- und Gasindustrie die größte Delegation aller Länder stellen. Insgesamt sind 503 Abgesandte in Glasgow vertreten.

„Peking muss Beitrag leisten“
Kritik gibt es auch deswegen, weil viele Vertreter indigener Völker und Bewohner von zu sinken drohenden Inselstaaten erst gar nicht persönlich ihre Sorgen darlegen können, weil sie sich die Anreise und den Aufenthalt nicht leisten können. Inzwischen fordert US-Präsident Joe Biden von China mehr Engagement ein: „Peking muss seinen Beitrag leisten, sonst droht der Gipfel zu scheitern.“

Mark Perry
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