Kein Tag, ohne dass Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben die grüne Grenze von Ungarn nach Österreich überqueren. Am Mittwochvormittag wurden allein in den Gemeinden Deutschkreutz und Horitschon rund 70 illegale Grenzgänger aufgegriffen. Der Unmut in der Bevölkerung über die „offene Grenze“ wächst.
Innerhalb weniger Stunden wurden am Mittwoch in der Früh zunächst 36 Afghanen in Deutschkreutz und nochmals rund 30 Migranten im nahen Horitschon aufgegriffen. Einwohner verständigten die Exekutive. Mehr als drei Stunden lang mussten die illegalen Grenzgänger anschließend in der Eiseskälte auf ihren Abtransport in Flüchtlingsunterkünfte warten. Der Unmut über die durchlässige Grenze wächst sowohl bei den Einsatzkräften selbst als auch in der Bevölkerung. So sind Polizisten und Soldaten oft stundenlang „blockiert“, weil sie die Schutzsuchenden bis zur Abholung durch Polizei- oder Militärbusse bewachen müssen. „In der Zwischenzeit sind wir nicht einsatzbereit, die Ressourcen, die hier gebunden werden, sind enorm“, schildert ein Beamter hinter vorgehaltener Hand.
Bürger haben Angst
Die Menschen in den Grenzgemeinden im Mittelburgenland sind indes angesichts des täglichen Migrantenansturms um ihre Sicherheit und ihre Gesundheit besorgt. Besonders Frauen und Mädchen würden sich in den Morgen- und Abendstunden nicht mehr alleine auf die Straße trauen, ist zu hören. Denn einerseits treten Afghanen laut offizieller Polizeistatistik überdurchschnittlich häufig bei Sexualdelikten als Täter in Erscheinung, und andererseits fürchtet sich die Bevölkerung auch davor, dass diese Menschen Corona einschleppen könnten.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.