02.11.2021 09:03 |

Alternativen empfohlen

Probleme für unsere Bauern: Düngemittel wird knapp

Bei den Kärntner Landwirten herrscht große Unsicherheit, sie können kaum Dünger für ihre Felder ordern. Die Düngemittel-Industrie hat aufgrund hoher Rohstoffpreise die Produktion für den so dringend benötigten Mineraldünger heruntergefahren und teilweise eingestellt. Natürliche Alternativen werden empfohlen.

Ein Schreiben der großen Düngemittelerzeuger, darunter auch der deutsche Chemiekonzern BASF, sorgt für große Unsicherheit in der Kärntner Wirtschaftskammer. „Begründung der Produktionsdrosselung ist, dass der steigende Erdgaspreis keine kostendeckende Herstellung ermöglicht“, erklärt Rudolf Grünanger, Agrarhandel-Spartenobmann.

Verdreifachung des Preises
Hauptsächlich würde Stickstoff und Ammoniak für die heimischen Felder fehlen. „Hier gab es seit den Sommermonaten eine Verdreifachung des Preises“, schlägt Grünanger Alarm. Auch in der Landwirtschaftskammer zeigen sich die Experten beunruhigt: „Ob sich die Lage bis zum Frühjahr entspannt, ist nicht absehbar“, schildert Erich Roscher, Leiter des Referats Pflanzliche Produktion.

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Eine Bodenuntersuchung, die den Nährstoffgehalt der Acker- und Grünflächen zeigt, wird von der Landwirtschaftkammer empfohlen.

Erich Roscher, Leiter Referat Pflanzliche Produktion der Landwirtschaftkammer

Bedarf frühzeitig melden
Noch herrscht aber keine große Panik bei den heimischen Bauern, aber die Landwirtschaftskammer empfiehlt allen, „sich mit den Produkthändlern ihres Vertrauens in Verbindung zu setzen und die benötigte Düngemittelmenge für das kommende Jahr bereits frühzeitig anzumelden.“

Als natürliche Alternative kann eine optimale Fruchtfolgegestaltung den Engpass überbrücken. „Dabei unterstützen wir die Bauern gerne“, meint Roscher.

Marcel Tratnik
Marcel Tratnik
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