In einem achtstöckigen Gemeindebau in Penzing steht der Lift für mehrere Wochen still. Bewohner verzweifeln und sind auf Hilfe angewiesen.
Der Gemeindebau in der Salisstraße 5-15 wurde Mitte der 1970er in Penzing errichtet. Viele der Bewohner, die dereinst dort eingezogen sind, wohnen immer noch dort im 14. Bezirk im Westen der Bundeshauptstadt.
Doch seit Längerem ist der Hausfrieden nicht mehr intakt: Der Lift ist in dem achtstöckigen Gebäude wegen einer technischen Umbaumaßnahme gesperrt! Besonders für betagte Mieter und Menschen, die von körperlichen Leiden geplagt werden, mehr als ein Jammer!
„Drei Wochen Aufzugsperre für den Austausch der Steuereinheit in einem achtstöckigen Haus sind eine Gemeinheit. Das ist ein Lockdown ohne Corona, weil geh-eingeschränkte Mieter an die Wohnungen gefesselt wären. Das ist herzlos und unsozial. Das muss in ein, zwei Tagen gehen, wir reden da ja nicht von einer Mars-Mission“, polterte der Wiener Landtagsabgeordnete Toni Mahdalik (FPÖ) und solidarisiert sich mit den Hausbewohnern des Gemeindebaus.
Stadt bietet Trageservice an
„Der Aufzug musste aufgrund einer notwendigen größeren Reparatur vorübergehend außer Betrieb genommen werden. Selbstverständlich sind wir bemüht, die Reparatur so rasch wie möglich durchzuführen“, heißt es auf „Krone“-Nachfrage von Wiener Wohnen zu der heiklen Causa. Nachsatz: „Während der Arbeiten an dem Fahrstuhl ist ein Trageservice eingerichtet, über den alle Mieter auch informiert worden sind.“
In Zusammenarbeit mit dem Samariterbund wird dieser kostenlose Service für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen angeboten, damit sie trotz Aufzugsperre weiterhin ihre täglichen Wege und Einkäufe durchführen können. Die Betroffenen sollen sich unter Angabe der Gemeindebau-Adresse und dem Hinweis, dass es sich um das „Wiener Wohnen Trageservice“ handelt, telefonisch direkt an den Samariterbund Wien wenden 01/89 144.
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