Amnestie-Deal?
Berlusconi will Gadafi zu Gang ins Exil überreden
Als Gegenleistung für seinen Rücktritt solle Gadafi einen "Schutzbrief" erhalten, mit dem er nicht wegen Menschenrechtsverbrechen vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag landen würde, berichtete das Blatt.
Berlusconi will demnach innerhalb der nächsten sieben Tage einen Waffenstillstand erreichen und habe seine diplomatischen Bemühungen in diese Richtung verstärkt, so "Repubblica". Er habe den Kontakt mit der Türkei, Russland, der Arabischen Liga und der Afrikanischen Union intensiviert, um so bald wie möglich den Krieg zu beenden.
Endlich wieder "Hauptrolle" für Berlusconi?
"Auf diese Weise will Berlusconi eine Hauptrolle auf der internationalen Bühne spielen, nachdem er die Dominanz des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy beim Gipfeltreffen in Paris erdulden musste. Berlusconi hofft außerdem, Italiens wirtschaftliche Führungsposition in Libyen nicht zu verlieren", kommentierte "La Repubblica".
Berlusconi, der in den vergangenen Jahren freundschaftliche Beziehungen zu Gadafi gepflegt und mit Italiens Ex-Kolonie einen Freundschaftspakt abgeschlossen hatte, bemüht sich offenbar um die Rettung seines Ex-Verbündeten, mit dem er in den vergangenen Tagen Mitleid gezeigt hatte. "Es tut mir wegen Gadafi leid. Das, was in Libyen geschieht, trifft mich persönlich", sagte Berlusconi nach Angaben italienischer Medien.
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