25.09.2021 21:49 |

Totale Kontrolle:

Britney Spears‘ Vater überwachte ihr Schlafzimmer

Britney Spears soll laut einer neuen Dokumentation der „New York Times“ unter der Vormundschaft ihres Vaters jahrelang massiv überwacht worden sein. 

Die Dokumentation trägt den Titel „Controlling Britney Spears“ und wurde am Freitag auf der Streaming-Plattform Hulu veröffentlicht. Das Material umfasst den Zeitungsangaben zufolge mehr als 180 Stunden an Audioaufnahmen sowie E-Mails und SMS-Nachrichten.

James Spears habe die Sicherheitsfirma mit dem Schutz der Sängerin beauftragt, hieß es weiter. Unklar sei, ob das Gericht, das die Vormundschaft der Sängerin beaufsichtigt, von der Überwachung wusste oder sie genehmigt hatte, schrieb die Zeitung.

Ein Anwalt von James Spears betonte jedoch, alle Maßnahmen hätten sich im Rahmen der vom Gericht übertragenen Befugnisse bewegt. Sie „erfolgten mit dem Wissen und der Zustimmung von Britney, ihrem vom Gericht bestellten Anwalt und/oder dem Gericht.“ Auch Black Box erklärte, man habe sich stets „innerhalb fachlicher, ethischer und rechtlicher Vorgaben bewegt“.

Britney Spears steht seit 2008 unter der Vormundschaft ihres Vaters, nachdem sie wegen privater und beruflicher Probleme einen Zusammenbruch hatte. Zunächst verwaltete James Spears das Vermögen und die privaten Anliegen seiner Tochter. 2019 trat er kürzer, blieb aber für die Finanzen zuständig. Für die persönlichen Belange der Sängerin ist als Mit-Vormund Jodi Montgomery zuständig.

Bei einer Anhörung im Juli hatte Britney Spears gesagt, dass sie ihren Vater wegen „Missbrauchs der Vormundschaft“ anzeigen wolle. Im September stellte James Spears einen Antrag auf Beendigung der Vormundschaft. Die nächste Anhörung in dem Verfahren ist für kommenden Dienstag (29. September) angesetzt.

Der Fall Spears hatte unter anderem durch die erste Dokumentation der „New York Times“ zu dem Thema im Frühjahr viel Aufmerksamkeit erlangt. „Framing Britney Spears“ entfachte heftige Diskussionen vor allem in den sozialen Netzwerken. Viele Prominente und Fans bekundeten unter dem Hashtag „#FreeBritney“ daraufhin ihre Unterstützung für die Sängerin.

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