100 kg Gold erbeutet
I: Diebe sperren bei Millionenraub ganzes Dorf ab
Um den Tresor ungestört knacken zu können, hatte die Bande - laut der italienischen Zeitung "La Repubblica" handelte es sich um mindestens sieben bis zehn Täter - alle Zufahrtsstraßen der 3.200-Seelen-Gemeinde mit gestohlenen Fahrzeugen abgesperrt. Darunter befanden sich u.a. ein Schulbus, ein Wagen der städtischen Polizei, ein Kastenwagen und zwei Fahrzeuge der Stadtgemeinde. Skurriles Detail: Auf einem der Fahrzeuge prangte ein Schild mit dem Warnhinweis "Bauarbeiten im Gange".
"Der ganze Überfall dürfte nicht länger als 30 Minuten gedauert haben", mutmaßen die Ermittler. Jedoch - so gut die Planung der Bande auch war - beim Einbruch selbst ging etwas schief: Einer der Beteiligten löste den Alarm in der Goldschmiede aus. Auf der Flucht verloren die Diebe dann auch etwas von ihrer Beute. Einige der Preziosen wurden später in der Öffnung zum Tresorraum gefunden.
Zündschlüssel bei Blockier-Fahrzeugen zerstört
Wegen der Fahrzeug-Blockaden gelang es den Einsatzkräften nicht, rechtzeitig zu der Firma zu gelangen, um die Bande dingfest zu machen. Zudem hatten die Gauner bei allen Vehikeln die Zündschlüssel zerstört, wodurch die Einsatzkräfte noch länger aufgehalten wurden. Den Panzerknackern gelang in der Zwischenzeit die Flucht.
Auch der Bagger, mit dem die Bande die Gebäudemauer durchbrach und sich Zugang zum Tresorraum verschaffte, war gestohlen worden. Offenbar hatten ihn die Diebe bei einer Baustelle - rund fünf Kilometer entfernt vom späteren Tatort - entdeckt und den Greifarm sogar noch selbst mit einem pneumatischen Hammer bestückt.
Goldräuber schon zuvor in der Toskana
Es war übrigens nicht das erste Mal, dass die Firma Salp ins Visier von Einbrechern geraten war: Bereits vor fünf Jahren hatten sich Diebe über das Dach Zutritt verschafft und waren mit Gold entkommen. Im Jahr 2009 wurde ein Einbruchsversuch von der Polizei vereitelt.







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