Klassische Branchen, die nach wie vor männerdominiert sind, sind viele technische oder handwerkliche Berufe ebenso wie Managementjobs bzw. Jobs in Führungspositionen. Auch zahlenlastige Berufe werden häufig eher von Männern angestrebt. Nicht, weil diese darin grundsätzlich besser sind. Oft trauen Frauen sich Karrieren in diesen Bereichen einfach nicht zu.
Männerdominanz bedeutet heute jedoch glücklicherweise nicht mehr, dass Frauen der Zutritt zu diesen Branchen komplett versagt bleibt. Du hast auch als Frau die Möglichkeit, dir eine Karriere in klassisch männlichen Berufsbildern aufzubauen – wäre da nicht dieses „Aber“. Denn als Frau musst du noch immer das berühmte bisschen mehr tun, damit man deine Leistung wirklich anerkennt.
Persönliches Auftreten
Um in einem überwiegend männlichen Team wirklich akzeptiert zu werden, ist das richtige Auftreten sehr wichtig. Du solltest zwar feminin auftreten, aber selbstbewusst und stark. Manche Frauen tendieren dazu, durch schüchternes oder unbeholfenes Auftreten an den Beschützerinstinkt eines Mannes zu appellieren. Oder umgekehrt: weibliche Vorzüge auszuspielen, um weiterzukommen. Beides wird dir bei einer ernst zu nehmenden Karriereplanung nicht viel weiterhelfen: Im ersten Fall traut man dir nichts zu, im letzten nimmt man dich nicht ernst.
Feminines Auftreten ist absolut in Ordnung, da du alles, was du tust, schließlich auch als Frau tust, und das ist auch gut so. Achte jedoch darauf, dass du ein wirklich selbstsicheres Auftreten hast. Sprich: gerade Haltung, fester Blick, normale Stimmlage. Auch hinsichtlich der Kleidung solltest du auf feminines, aber professionelles Auftreten achten. Mach nicht den Fehler, dich zum Mann umzustylen, sprich: jegliche weibliche Note zu unterdrücken. Denn auch das verschafft dir nicht unbedingt mehr Respekt, sondern kostet oft Sympathien.
Fachliches Know-how
Oft steht man als Frau vor der Situation, dass man zwar sein Handwerk gelernt hat – das aber von den Kollegen nicht so recht geglaubt wird. Ganz egal, was man von sich gibt, es wird zunächst belächelt oder gar angezweifelt. Du musst daher wirklich darauf achten, fachlich gut aufgestellt zu sein – besser als deine männlichen Kollegen. Auch wenn das manchmal heißt, dass du dafür mehr Zeit investieren musst. Doch früher oder später kommt der Moment, an dem deine fachliche Kompetenz außer Zweifel steht. Identifiziere jedoch auch deine Schwachstellen: Wo fällt dir selbst auf, dass du im Vergleich zu deinen Kollegen schlechter bist? An diesen Bereichen gilt es besonders arbeiten.
Du solltest in erster Linie dafür sorgen, dass dein Vorgesetzter mitbekommt, was du leistest. Hast du dir von ihm keine Unterstützung zu erwarten, dann solltest du herausfinden, wer bei ihm hoch im Kurs steht, und dich mehr an diesen Kollegen als Meinungsbildner und Türöffner zu halten. Denn auch über Umwege kannst du es schaffen, deinem Boss aufzufallen und befördert zu werden. Scheue dich aber auch nicht, um Rat und Hilfe zu fragen, wenn du nicht mehr weiter weißt. Denn auch das kann dir Tür und Tor öffnen.
Netzwerken
Suche auch privat den Kontakt zu deinen Kollegen, nutze Chancen, um Kontakte zu knüpfen. Denn wenn man sich außerhalb des Jobs kennenlernt, weiß man einander oft besser einzuschätzen und wächst eher zusammen. Ob Männlein oder Weiblein wird dann zusehends egal. Auch kannst du dir so Türen zu weiteren Möglichkeiten erschließen.
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