Neue Mittelschule

Brief aus Niessl-Büro sorgt für Zwist mit Vereinsobfrau

Burgenland
07.03.2011 18:22
Ein Brief aus dem Büro von Landeshauptmann Hans Niessl hat für Aufregung gesorgt. Die Obfrau des Landesverbands der Elternvereine, Susanne Schmid, hat vor Monaten um Räumlichkeiten für ihre Tätigkeiten angesucht. Was man ihr anbot, war allerdings für Schmid ein "Scherzerl". Bekommen hat sie aber ein Schreiben mit der Information, dass eine "hilfreiche Unterstützung" "unmissverständliche Zusammenarbeit" voraussetze.

Schmid, die sich mehrmals kritisch über die Einführung der Neuen Mittelschule (NMS) geäußert hat, habe diese Kommentare folglich zu lassen, um Unterstützung zu bekommen.

"Es stimmt, dass mir ein Raum im Landesschulrat angeboten wurde. Diesen hätte ich mir aber mit Lehrer- und Schülervertretern teilen müssen. Ich hätte keinen eigenen PC gehabt, keinen Schlüssel und hätte mich beim Computer immer an- und abmelden müssen", so die aufgebrachte Obfrau. Dieses "Angebot" habe sie abgelehnt, sie wolle "das haben, was die anderen Bundesländer auch haben".

Landesschulratspräsident: "Leider kein Geld da"
Überall funktioniere nämlich die Zusammenarbeit der Landesverbände der Elternvereine mit dem Landesschulrat. Man bekomme entweder Geld oder eben die nötige Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Im Burgenland sei das nicht der Fall. Landesschulratspräsident Gerhard Resch verwies darauf, dass "leider kein Geld da ist", und aus diesem Grund eben dieser gemeinsame Raum inklusive Computer und Internetnutzung angeboten wurde.

Schmid will jedoch nicht einen Raum mit anderen teilen, sondern hat klare Vorstellungen: "Ich wünsche mir ein kleines Büro, etwa 30 bis 40 Quadratmeter groß, eine Teilzeitsekretärin für Basisarbeiten und ein gemeinsames Archiv." Sie benötige dieses Büro als Anlaufstelle für Eltern und um zu Beratungsterminen nicht immer zu den Eltern fahren zu müssen. Derzeit arbeite sie von ihrem Wohnzimmer aus.

Obfrau will sich nicht erpressen lassen
Den Brief des Mitarbeiters des Niessl-Büros empfinde sie als "rotzfrech". Sie lasse sich sicher nicht erpressen und sich ihre Meinung vorschreiben, so Schmid. Dass sie gegen die Art und Weise, wie die NMS im Burgenland umgesetzt wird, ist, werde sich in Zukunft nicht ändern.

Niessl ließ über seine Sprecherin ausrichten, dass der Mitarbeiter und Verfasser des Schreibens, darauf "aufmerksam gemacht" wurde, "dass die Zuständigkeit beim Landesschulrat" liege. Resch will nun "abchecken, wie repräsentativ Frau Schmid ist". Mit ihrem Kollegen, Alfred Handschuh, gebe es im Übrigen keine Probleme.

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