Das Schild bei dem Restaurant, einem Familienbetrieb, sagt wohl alles: „Leider müssen wir schließen, weil wir keine Mitarbeiter mehr haben. Sobald es wieder welche gibt, öffnen wir sehr gerne.“ Kein Fake, sondern Realität. Und kaum ein besser laufendes Unternehmen, das derzeit nicht auf der Suche nach neuen Mitarbeitern ist.
Das ist nicht auf die Gastronomie oder den Tourismus beschränkt, das gilt genauso für die Baubranche, für gut ausgelastete Gewerbebetriebe, für die Logistikbranche, von den Pflegeberufen ganz zu schweigen.
Wie ist das möglich? Wir haben mit 282.685 Arbeitslosen immer noch eine hohe Zahl, dabei wurden 112.949 offene Stellen gemeldet. Warum passt das nicht zusammen?
Wir haben für Arbeitslose ein finanzielles Fangnetz, das ist wichtig, und natürlich gibt es immer wieder ein paar besonders Schlaue, die Sozialhilfe und Netto-Nebeneinkünfte kombinieren.
Die Frage ist aber grundsätzlicher: Wie kommen wir zu einer besseren Lösung? Sicher durch mehr Flexibilität, durch Homeoffice, durch neue Formen der Beschäftigung (z. B. durch Projekt-Aufträge, etwa in der IT-Branche), um nur einige mögliche Flexi-Varianten zu erwähnen.
Unser Arbeitszeitsystem ist de facto mittelalterlich starr, die neue Arbeitswelt sieht aber ganz anders aus als die Fabriksarbeit im 19. Jahrhundert. Das anzupassen würde schon viele neue Job-Möglichkeiten, vor allem für Frauen, eröffnen!
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