Gewalt nimmt kein Ende
Erneut drei Tote bei Bandenkrieg in Marseille
Der brutale Bandenkrieg um Drogengeschäfte in der südfranzösischen Metropole Marseille hat drei weitere Menschen das Leben gekostet. Zwei Männer seien in der Nacht auf Sonntag erschossen und ein dritter tot in einem ausgebrannten Auto entdeckt worden. Mehrere Männer hätten aus zwei Autos heraus mit Sturmgewehren und Pistolen auf zwei Personen geschossen, die auf einer Mauer saßen.
Die Tötungen erfolgten nur drei Tage nach einer Sturmgewehrattacke auf einen Drogenverkaufspunkt vor einer Hochhaussiedlung, bei der ein 14-Jähriger starb und ein Achtjähriger verletzt wurde. Kurz darauf wurde die Polizei über die Entführung eines 27-Jährigen informiert. Das Opfer wurde später von Kalaschnikow-Schüssen durchsiebt im Kofferraum eines ausgebrannten Autos entdeckt, berichtet die Zeitung „La Provence“. „Alle Opfer waren wegen Drogengeschäften bereits polizeibekannt“, so ein Fahnder zur Zeitung.
Alle Opfer waren wegen Drogengeschäften bereits polizeibekannt.
Ein Fahnder
2021 schon ein Dutzend Todesopfer
Blutige Kämpfe um Drogengeschäfte machen der Hafenstadt bereits seit vielen Jahren zu schaffen. Ebenso lange bemühen sich Politik und Polizei, der Gewalt Herr zu werden. Zuletzt am Mittwoch noch hatte in dem Zusammenhang Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin Marseille besucht. Rund ein Dutzend Tote werden alleine in diesem Jahr bereits den Bandenkriegen zugeordnet.
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