Eine Drohne, die nicht fliegt, sondern taucht: Jetzt ist das erste dieser technischen Wunderwerke in Kärnten im Einsatz und unterstützt die Helfer der Feuerwehr Peratschitzen.
Die Unterwasserdrohne ist klein, wendig, digital steuerbar und noch dazu sehr flink. Seit nun zwei Wochen ist die im Fachjargon ROV (Remotely Operated Vehicle) genannte Drohne bei den Einsatztauchern der Feuerwehr Peratschitzen, die eigens für die „Krone“ eine Vorführung starteten, beheimatet. Die Kameraden des Wasserdienstes, die übrigens noch einen Spitznamen für den Roboter suchen, sind bereits bestens eingeschult. „Für unsere Taucher bedeutet die Drohne eine große Stütze, das bringt auch wesentlich mehr Sicherheit“, erklärt Kommandant-Stellvertreter Christopher Wertschnig.
Highttech unter Wasser
Im Falle eines Einsatzes kommt zuerst das Sonargerät auf dem Boot zum Einsatz. „Sollte bei der Kamera etwas angezeigt werden, wird die Drohne gezielt ins Wasser gelassen“, so Tischler. Der Unterwasserroboter, der mittels Computer gesteuert wird, kann bis zu 200 Meter in die Tiefe tauchen und unter Wasser mit dem integrierten Greifarm auch bis zu 90 Kilo Gewicht nach oben ziehen. Tischler: „Es gibt eine Kamera mit zuschaltbarem Licht und einen Echtzeitmonitor.“
Weiterer Vorteil: Taucher dürfen wegen des Druckausgleichs nur maximal 30 Meter in die Tiefe und auch dort nicht zu lange bleiben. Drohnenpilot Luka Zellot: „Unser Robi könnte bis zu sechs Stunden lang im Wasser suchen.“ Die Kosten für das Superding - 20.000 Euro - bestreiten Land, Gemeinde, Tourismusverband und die Feuerwehr. Die Unterwasserdrohne kann in allen Gewässern der Bezirke Völkermarkt, Wolfsberg und St. Veit eingesetzt werden. An einer Studie wird ebenso gearbeitet.
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