Förderung vom Bund

400 Millionen Euro für Thermische Sanierung

Burgenland
02.03.2011 12:54
Im Burgenland peilt die Landespolitik bis zum Jahr 2013 an, den Stromverbrauch aus heimischer Produktion abdecken zu können. Geschehen soll dies vor allem durch den Ausbau der Windkraft. Einen Beitrag leisten soll aber auch die thermische Sanierung von Gebäuden. Im Rahmen der wieder aufgenommenen Förderaktion in diesem Bereich stellt der Bund bis 2014 insgesamt 400 Millionen Euro zur Verfügung, so Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) am Mittwoch in Eisenstadt.

Im Rahmen der ersten derartigen Förderaktion im Jahr 2009 wurden 70 Millionen Euro zur Sanierung für Privathaushalte und 30 Millionen Euro für die Betriebe zur Verfügung gestellt. Die volkswirtschaftliche Effekte seien größer gewesen als angenommen, so Berlakovich: Statt der erwarteten 650 Millionen Euro Investitionen wurden 700 Millionen Euro ausgelöst.

Im Rahmen der neuen Aktion werden für Teilsanierungen von Gebäuden bis zu 3.000 Euro und bei einer Vollsanierung 5.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das Motto der Aktion sei: "Wer mehr tut, bekommt auch mehr", sagte Berlakovich.

Drei Prozent Sanierungsrate als Ziel
Bei der Förderaktion im Jahr 2009 seien die 100 Millionen Euro in eineinhalb Monaten vergeben gewesen. Damals wurden bundesweit etwa 15.000 Projekte abgewickelt. Den Sanierungsbedarf in Österreich bezifferte der Minister mit 700.000 bis 800.000 Gebäuden. Ziel sei es, die Sanierungsrate bei Gebäuden von ein auf drei Prozent zu erreichen.

"First come, first serve"-Prinzip
Bei der Vergabe herrsche das Prinzip "first come, first serve". 2009 habe das Burgenland vier Prozent der vorhandenen Summe ausgelöst. Im Burgenland sei man bei der thermischen Sanierung "am Beginn der Reise", so Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP). Aufholbedarf gebe es etwa bei den öffentlichen Gebäuden in den Gemeinden.

Als Beispiel für die Bemühungen, in Energieeffizienz zu investieren, nannte Steindl ein Projekt im Bezirk Jennersdorf. Dort soll der öffentliche Bereich bei der Beleuchtung auf LED-Systeme umgestellt werden. Im Burgenland seien beim Förderprogramm 2009 690 Projekte umgesetzt worden. Bei einem Mitteleinsatz von 2,7 Millionen Euro wurden Investitionen von knapp 20 Millionen Euro ausgelöst, bilanzierte Steindl.

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