Die Ermittlungen der Polizei nach einem Brandanschlag in einem Wohnhaus in Villach laufen auf Hochtouren. Während in einem Labor forensische Spuren untersucht werden, haben die Beamten Bewohner und Nachbarn einvernommen. Die Aussage der wichtigsten Zeugin fehlt aber noch; die Frau liegt im LKH Graz.
Ein lauter Knall riss die Mieter in der Widmanngasse am Montag kurz nach fünf Uhr früh aus dem Schlaf. Schnell war klar, dass zwei absichtlich im Stiegenhaus platzierte Benzinkanister explodiert waren, es sich also eindeutig um Brandstiftung handelt.
Acht Zeugenaussagen, acht unterschiedliche Geschichten
„In den vergangenen Tagen haben wir alle acht relevanten Personen befragt, die uns mindestens acht völlig unterschiedliche Geschichten lieferten“, verrät Oberst Erich Londer vom Stadtpolizeikommando Villach. Seine Hoffnungen, mehr Licht in die Angelegenheit zu bringen, ruhen auf jener Frau, die mit brennenden Armen ins Freie gelaufen war. Sie erlitt so schwere Verbrennungen, dass sie derzeit im LKH Graz behandelt werden muss. Londer: „Sobald es der gesundheitliche Zustand erlaubt, wird sie von uns befragt!“
Der Stadtpolizei-Chef ist zuversichtlich, den Fall bald klären zu können: „Die Spuren, die im Labor ausgewertet wurden, sprechen bereits eine eindeutige Sprache. Mehr kann ich dazu allerdings noch nicht sagen.“
Dass es in dem Haus nicht zu einem Inferno gekommen ist, verdanken die Bewohner einer beherzten 15-Jährigen.
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