Wer jetzt Geld auf dem Konto hat, dem schmilzt sein Vermögen dahin. De facto werden brave Sparer über Inflation und Negativzinsen schleichend enteignet. Die sich immer ausweitende Negativverzinsung auf Bankkonten beträgt bereits jetzt -0,5%. In 3 Jahren könnte die Negativverzinsung auf 2-3% Minus steigen. Niemand würde dann noch Geld auf seiner Bank liegen lassen.
Normalerweise müssten die Sparzinsen in Zeiten der hohen Inflation stark ansteigen. Bei einer aktuellen Inflation von 3,8% sollten wir Spar- und Anleihezinsen von etwa +5% anstatt Negativzinsen haben. Das ist aber unmöglich, da die notleidenden Südstaaten sonst sofort pleite wären.
De facto hat die EZB zwischen 1980 und 2020 die Geldmenge M3 in Europa von 4 auf 14,5 Billionen Euro erhöht. Immer mehr frisch gedrucktes EZB-Geld wird zu Nullzinsen in Anleihen der Pleitestaaten „investiert“, die sonst kein smarter Anleger mehr kaufen würde. Dadurch bildet sich eine Südstaaten-Anleihen-Blase, die zu einer gewaltigen Asset Bubble herangezüchtet wird: Die Zahl der weltweit produzierten Güter und Rohstoffe bleibt nahezu konstant - die Notenbanken aber drucken wesentlich mehr Geld. Damit steigen zwangsläufig alle Preise überproportional, da ja nicht mehr Immobilien, Wälder, Grundstücke, Rohstoffe, Edelmetalle, Kunstgegenstände, Oldtimer etc. im Umlauf sind.
De facto bezahlt der kleine Sparer für das Versagen der großen EU-Politik.
Christian Baha, Kronen Zeitung (Gastkommentar)
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