Eigenheim gewünscht

Wie viel Wohnung kann ich mir leisten?

Wirtschaft
03.02.2011 20:03
Viele Menschen träumen von einem eigenen Zuhause, sei es eine Eigentumswohnung oder ein Haus. Doch bei etlichen scheitert die Verwirklichung des Wunschs schon daran, dass man seine eigenen finanziellen Verhältnisse viel zu wenig einschätzen kann und sich daher Projekte in falschen Dimensionen ansieht. Hier bekommst du einen Anhaltspunkt, wie viel dein Eigenheim wirklich kosten darf.

Grobe Haushaltsrechnung
Zunächst solltest du dir einen Haushaltsplan mit deinen monatlichen Einnahmen und Ausgaben machen. Sieh dir besonders an, wie viel du aktuell zum Sparen auf die Seite legen kannst – sprich, wie viel dir jedes Monat übrig bleibt – und was du derzeit an Miete zahlst. Diese Blöcke zähle zusammen, dann kommst du zu jenem Betrag, den du theoretisch für Finanzierung und Betriebskosten sowie höhere Erhaltungskosten, Versicherungsprämien, etc. zur Verfügung hast.

Achte jedoch darauf, realistisch zu kalkulieren. Kommst du auf einen frei verfügbaren Betrag von 500 Euro und hast aber keine Ersparnisse, dann solltest du dich zunächst fragen, wo dieses Geld Monat für Monat hinfließt. Denn dann auf einmal auf gewohnten Luxus zu verzichten ist schwierig. Weiters sollte der Betrag, den du für das Thema Wohnen aufwendest, nicht mehr als maximal ein Drittel des Haushaltsnettoeinkommens ausmachen – das bedeutet: Kreditrate, Betriebskosten, Versicherungsprämien, etc. sollten bei einem gemeinsamen Einkommen von z.B. 3.000 € nicht mehr als 1.000 € ausmachen.

Wie viel kann ich finanzieren?
Grob geschätzt kann man sagen, dass pro 10.000 Euro Finanzierungssumme für 25 Jahre bei etwa 6 Prozent rund 65 Euro Zinsen anfallen. Bleiben dir in deiner Haushaltsrechnung zum Beispiel 900 € frei verfügbar inkl. der bisherigen Mietzahlungen, dann solltest du etwa 250 Euro Betriebskosten abziehen, bleiben 650 Euro frei für die Finanzierung. Damit können etwa 100.000 Euro leicht finanziert werden. Die Bank prüft dabei, ob sich die Rate innerhalb des pfändbaren Teils deines bzw. eures Einkommens ausgeht und ob diese in Einklang mit euren monatlichen Ausgaben steht.

Sparen
Dann kommt jener Teil noch dazu, den ihr schon zusammengespart habt. Dieser sollte ohnehin etwa 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises ausmachen. Habt ihr ca. 30.000 Euro beisammen, dann könnt ihr die errechnete Finanzierungssumme um diesen Wert erhöhen und kommt damit auf den Gesamtkaufpreis inkl. Spesen, Ablöse und Möblierung, den ihr zur Verfügung habt. Seid ihr in eurer Haushaltsrechnung z.B. auf 150.000 Euro Finanzierungssumme gekommen, dann hättet ihr 180.000 Euro zur Verfügung. Kalkuliert man etwa 15.000 Euro für Möbel, etwa 10 Prozent für Nebenkosten in Zusammenhang mit dem Eigentumserwerb, so kommt man auf ca. 150.000 Euro, die das gewünschte Objekt tatsächlich kosten darf.

Sicherheiten
Die Finanzierbarkeit lässt sich verbessern, wenn es bereits werthaltige Sicherheiten gibt, wie etwa Rückkaufswerte von Versicherungen, Wertpapierdepots, Sparbücher, etc. Vor dem Gespräch mit deiner Bank solltest du dir genau ansehen, was du zu Bargeld machen kannst/willst und was du eventuell als Sicherheit anbieten möchtest.

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