07.06.2021 15:52 |

Aus für Model S Plaid+

Tesla stellt Topmodell noch vor Auslieferung ein

Es war das aufsehenerregende Highlight der Modellüberarbeitung des Tesla Model S: das Model S in der Hochleistungsvariante Plaid+ mit 1100 PS, einer Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h und bis zu 840 Kilometer Reichweite. Und jetzt? Aus und vorbei, die Super-Elektrolimousine wird eingestellt, noch bevor sie ausgeliefert wurde!

„Plaid+ ist eingestellt“, schrieb Musk auf Twitter. Es sei entbehrlich, da das Basismodell ‘Plaid‘ „einfach so gut“ sei.

Das ist - vernünftig betrachtet - nicht von der Hand zu weisen. Schon in der Plaid-Version hat das Model S drei Motoren und kommt auf eine Leistung von 1020 PS und der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert mit 2,1 Sekunden nur gut 0,1 Sekunden länger. Auch die Höchstgeschwindigkeit von 322 km/h sollte für die meisten Fahrer ausreichen (Plaid+ wäre auch nicht schneller gewesen).

Rätselraten über Hintergründe
Logisch erscheint die Absage aber nicht, denn was spricht dagegen, mehr Geld für noch mehr Leistung einzunehmen - für das + hinterm Plaid wären 30.000 Euro extra fällig geworden. Aber was dagegen spricht, ist wahrscheinlich genau die Frage. Es ist nicht auszuschließen, dass die Extremperformance eine zu hohe Belastung für das System wäre.

Die Auslieferung des Model S war zunächst um eine Woche vom 3. auf den 10. Juni verschoben worden, da das Fahrzeug laut Musk noch „eine weitere Woche der Feinabstimmung“ benötige. Auf das Plaid+ hätten wir ohnehin bis nächstes Jahr warten sollen. Schließlich beendete ein Tweed das Warten.

Wer kein Wahnsinnsgeschoss braucht, sondern stattdessen mit „mageren“ 670 PS, einem Höchsttempo von 250 km/h und einem Standardsprintwert von 3,2 Sekunden auskommt, wird mit 663 Kilometer Reichweite (geschätzt, sagt Tesla) und einem um 30.000 Euro günstigeren Kaufpreis belont. Das Model S Plaid ist ab 119.990 Euro zu haben. Als Reichweite werden 628 Kilometer angegeben.

Zu den Beschleunigungswerten muss man wissen: Tesla gibt sie „with rollout subtracted“ an, das heißt die Messung beginnt erst 30 Zentimeter nach dem Start. Von einem stehenden Start weicht der Wert also um Zehntelsekunden ab.

Die Auslieferung des Tesla Model S soll in Österreich im ersten Quartal 2022 beginnen.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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