Egal, welche Brennstoffe – Energieträger sind in unsicheren Zeiten wie diesen teuer. Das zeigen diverse Vergleichsstudien. Die AK Tirol nahm etwa wieder den Pellet-Markt unter die Lupe. Bilanz: Preise für Pellets bleiben weiter hoch und liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. AK-Boss Zangerl dazu: „Die Abzocke am Energiesektor wird die Inflation wieder antreiben!“
Die aktuelle Erhebung der Arbeiterkammer vom 4. März zeige weiterhin ein hohes Preisniveau für Holzpellets bei den Tiroler Anbietern. Sechs Tonnen Pellets inklusive Transport kosteten demnach im Schnitt 2579,58 Euro.
„Dabei betragen die Preissteigerungen zum Vorjahr teils bis zu 600 Euro, wobei der günstigste erhobene Preis bei 2143,02 Euro, der höchste bei 2725,50 Euro liegt“, heißt es vonseiten der Konsumentenschützer.
Es erschließt sich nicht, welche Umstände zu diesen Preissteigerungen führen, zumal der Pelletpreis schon vor der Iran-Krise weit höher als noch im Vorjahr war.

Erwin Zangerl, Präsident AK Tirol
Bild: Christof Birbaumer
„Abzocke am Energiesektor“
Tirols AK-Boss Erwin Zangerl schmeckt dies gar nicht – er spricht von einem „klaren Signal“, dass die „Abzocke am Energiesektor“ weitergehe: „Egal ob Spritpreise, Heizöl oder eben Pellets – die Unternehmen gehen auf Gewinnmaximierung auf Kosten der Konsumenten. Es erschließt sich nicht, welche Umstände zu diesen enormen Preissteigerungen führen, zumal der Pelletpreis schon vor der Iran-Krise weit höher als noch im Vorjahr war.“
Auch hier brauche es ein „deutliches politisches Signal“, denn letztlich werde bei „steigenden Preisen auch die Inflation wieder ansteigen und damit geraten wir in denselben Teufelskreis, wie schon zu Beginn 2020“, so Zangerl.
„Wirtschaft schwächt sich selbst“
Der Tiroler AK-Boss, der sich bekanntlich kein Blatt vor den Mund nimmt, weiter: „Wo es geht, wird seitens der Unternehmen auf die Geldtaschen der Konsumenten zugegriffen.“ Solange diese „Mentalität herrscht“, werde Österreich nicht „aus seiner schwachen Konjunktur und seinem schwachen Konsum kommen.“ Die Wirtschaft würde sich mit „solchen Praktiken“ am Ende selbst schwächen.
Ob der Höhepunkt der Preise für die aktuelle Heizsaison bereits erreicht ist, könne derzeit noch nicht gesagt werden.
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