Vorfreude und Sorgen

So bereiten die Wiener Betriebe den Neustart vor

Wien
07.05.2021 16:44
Wir sind zurück! Die Vorfreude auf die Öffnungen am 19. Mai ist groß. Ein Vertrauensvorschuss des Bürgermeisters, nennt es Gastro-Chef Peter Dobcak. Getestete und Geimpfte werden die Lokale von 5 bis 22 Uhr besuchen können. So sieht es der Gesetzesentwurf vor. Andere Branchen warten auf rechtliche Details.

Die Vorbereitungen in den Betrieben laufen an. Wirte und Hoteliers holen Mitarbeiter aus der Kurzarbeit und schulen sie in puncto Sicherheit. Das Personal wird zweimal pro Woche getestet. Die Gäste checken mit dem Grünen Pass oder negativen Tests ein. Zusätzlich soll es Gurgel-Möglichkeiten an der Rezeption geben, erklärt Hoteliers-Obmann Dominic Schmid.

Wer ins Restaurant, Gasthaus oder Café gehen will, wird sich wohl registrieren lassen müssen. Zwischen den Tischen soll es zwei Meter Abstand geben. Ein Verlustgeschäft, meinen Dobcak und Schmid. Sie fordern eine Distanz von einem Meter. Auch für Tanz- und Fitnesscenter ist es entscheidend, wie viele Kunden sie einlassen dürfen. 20 Quadratmeter pro Person wie im Handel? Da sperren viele gleich gar nicht auf.

Die Wienerin Michaela Illetschko ist Yoga- und Tanzlehrerin. Mit der 20-Quadratmeter-Regel zahle es sich nicht aus, ein Studio zu mieten, sagt sie. Die Räume sind teils so klein, dass nur zwei Leute Platz hätten. Im Sommer verlegt sie ihre Kurse ins Freie, aber auch hier gilt derzeit: maximal neun Teilnehmer. Und Rebekka Rom, Vereinspräsidentin der Wiener Tanzstudios, warnt: „Viele Studios werden bei dieser Abstandsregel geschlossen bleiben.“ Sie hoffen auf Änderungen in den entsprechenden Verordnungen. Dann kann es wieder losgehen. Endlich.

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