Der Steuerautomatismus der türkis-grünen Bundesregierung war bereits nach Bekanntwerden der Pläne auf viel Kritik gestoßen. Nun schlägt man auch im Burgenland Alarm. Zehn bis zwölf Euro mehr pro Tankfüllung würde das Vorhaben die Autofahrer kosten, rechnet SPÖ-Pendlersprecher Wolfgang Sodl vor.
Jene, die auf das Auto angewiesen sind, um in die Arbeit zu kommen, seien davon besonders betroffen. Für Alleinerziehende oder Teilzeitkräfte würde dies eine deutliche Mehrbelastung bedeuten. Deswegen warnt neben dem Autofahrerklub ARBÖ nun auch die Gewerkschaft vor derartigen Plänen. „Schon jetzt zahlen Pendler über die Mineralölsteuer einen bis zu neunmal höheren Preis für CO2 als die Industrie“, sagt der ÖGB-Landesvorsitzende Erich Mauersics. Er fordert eine einheitliche CO2-Bepreisung.
Ein „Abkassieren ohne großen Effekt auf den Klimaschutz“ befürchtet AK-Präsident Gerhard Michalitsch. „Pendler müssen zu ihrem Arbeitsplatz kommen, auch dann wenn dieser Weg verteuert wird“, so Michalitsch. Sinnvoller sei es daher, das teilweise kaum vorhandene Öffi-Angebot auszubauen und weitere Anreize zu setzen.
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