04.05.2021 14:38 |

Satte Gewinne

Corona-Impfung spült Milliarden in Pfizer-Kassa

Der Erfolg des gemeinsam mit dem deutschen Unternehmen Biontech entwickelte Corona-Impfstoff beschert dem Pharmakonzern Pfizer satte Gewinne. Alleine das Vakzin „Comirnaty“ spülte dem Unternehmen 3,5 Milliarden US-Dollar (knapp drei Milliarden Euro) in die Kassa, aber auch andere Produkte - wie etwa gegen Krebs - sorgten für ein kräftiges Plus am Konto.

Eine Dosis des Corona-Impfstoffs kostet derzeit rund 12 Euro. Alleine damit erhofft sich der New Yorker Konzern im laufenden Jahr Einnahmen von 15 Milliarden Dollar (12,5 Milliarden Euro), was rund einem Viertel des Gesamtumsatzes entspricht.

Optimistische Prognosen
Pfizer hebt daher nach dem überraschend starken Jahresstart seine Ziele für das Jahr 2021 deutlich an. Konzernweit stiegen die Umsätze im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf knapp 14,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn unter dem Strich kletterte im selben Maße auf knapp 4,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten weniger auf dem Zettel. Die Aktien legten im vorbörslichen US-Handel um 1,8 Prozent zu.

Prognose weiter optimistisch
Das Management um Konzernchef Albert Bourla erwartet nun auch aufgrund der überarbeiteten Erwartungen für „Comirnaty“ für das Gesamtjahr einen Umsatzanstieg auf 70,5 bis 72,5 Milliarden Dollar. Zuvor standen noch maximal 61,4 Milliarden Dollar im Plan. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie soll bei 3,55 bis 3,65 Dollar herauskommen, nachdem bisher bestenfalls 3,20 Dollar in Aussicht gestellt worden waren.

Impfstoffe ein gigantisches Geschäft
Basierend auf den bereits vorliegenden Zahlen und der Aussicht auf milliardenschwere Geschäfte mit den neuen Vakzinen sind auch die Aktienkurse anderer Impfstoffhersteller in die Höhe geschossen. So hat sich der Wert von Biontech im vergangenen Jahr verdreifacht - auf inzwischen fast 27 Milliarden Dollar.

Auch für Moderna als verhältnismäßig kleines und junges Biotech-Unternehmen verspricht der Impfstoff ein gigantisches Geschäft. Analysten von Goldman Sachs schätzen, dass das erst 2010 in Cambridge, Massachusetts, gegründete Unternehmen in diesem Jahr einen Umsatz von 13,2 Milliarden Dollar mit dem Impfstoff erwirtschaften wird.

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