Mehr als 3.000 Opfer

Geld aus Glücksspiel soll süchtigen Kärntnern helfen

Kärnten
11.01.2011 18:20
Spielen kann süchtig machen. Diese leidvolle Erfahrung haben in Kärnten aktuell mehr als 3.000 Frauen und Männer gemacht. Vor allem seit der Legalisierung des "kleinen Glücksspiels" ist deren Zahl stark gestiegen. Um ihnen besser helfen zu können, soll das Land künftig mehr Geld locker machen, fordert die SPÖ.

Jeder Spielsüchtige hat in Kärnten durchschnittlich 30.000 Euro Schulden, und viele von ihnen verfallen noch dazu leicht dem Alkohol. Zudem sind 15 Prozent der Abhängigen suizidgefährdet. 

Zweckwidmung für Suchtkranke
Die Versuche der SPÖ, das "kleine Glücksspiel" wieder zu verbieten, scheiterten bisher. Daher möchte Landesvize Peter Kaiser nun eine Zweckwidmung für die Einnahmen aus dem Glücksspiel erwirken. Das Geld soll zur Betreuung von Suchtkranken verwendet werden. Immerhin lukriere das Land Kärnten jährlich etwa sieben Millionen Euro aus dem "kleinen Glücksspiel".

Kaiser hat außerdem eine neue Informationsbroschüre auflegen lassen. "Sie soll dazu dienen, Betroffene und deren Umfeld schneller und gezielter zu erreichen", erklärt der SPÖ-Chef. Denn oftmals können die Süchtigen ihre Abhängigkeit lange vor ihrer Umwelt verbergen. Die Infobroschüre liegt in öffentlichen Räumen sowie bei der Landesstelle für Suchtprävention auf.

"Kärntner Krone"

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