Prinzip Hoffnung

Nicht nur Industrie macht MAN-Beschäftigten Mut

Der Abbau der Zeitarbeiter scheint beschlossene Sache, dementsprechend soll auch die Produktion in Steyr gedrosselt werden - das teilte MAN gestern den Verantwortlichen am Standort in Oberösterreich mit. Davor hatte der erste Schließungsgipfel zwischen den Anwälten des Lkw-Herstellers und Betriebsräten stattgefunden.

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Zwei Stunden saßen die von MAN beauftragten Anwälte gestern mit den Betriebsräten Helmut Emler und Thomas Kutsam in Steyr beisammen. Die Rechtsvertreter präsentierten einen Vorschlag für den Sozialplan, der bei der derzeit geplanten Schließung des Werks in Kraft treten soll. Die Betriebsräte werden nun ihren Gegenvorschlag auch schriftlich deponieren...

Mit dem damit erfolgten Auftakt zu den Schließungsgesprächen unterstrich der Lkw-Hersteller erneut, dass er nach dem Belegschafts-Nein zu den Übernahmeplänen von Ex-Magna-Chef Sigi Wolf keinen Weg zurück sieht.

„Möglichkeiten vorhanden“
Im Hintergrund versucht die Politik, die Gesprächsbereitschaft von MAN, Wolf und anderer möglicher Investoren hoch zu halten. Wolf hat sich ja seit der Abstimmung zurückgezogen. „Ich glaube, es werden Wege zurück an den Verhandlungstisch führen“, betonte Georg Knill, Präsident der Industriellenvereinigung, in der ORF-„Pressestunde“. „Ich denke auch, dass viele Möglichkeiten vorhanden sind“, meinte gestern Johann Kalliauer, Präsident der Arbeiterkammer OÖ.

„Mit Zahlen vorsichtig“
Bei einem Aus für das MAN-Werk in Steyr würden nicht nur rund 2100 Jobs im Werk wegfallen, sondern insgesamt 5900 Beschäftigte direkt oder indirekt betroffen sein, wie eine Studie des Institut für Wirtschaftsforschung aufzeigt. „Man muss aber vorsichtig sein mit den Zahlen“, warnte selbst Markus Marterbauer, Chefökonom der AK Wien.

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