30.03.2021 14:02 |

„Kommen klar“

Wien transferiert keine Patienten in Bundesländer

Die Zahl jener mit dem Coronavirus infizierten Menschen, die in Wien eine Betreuung im Spital benötigen, steigt und steigt: Laut Daten des Gesundheits- und des Innenministeriums sind insgesamt 728 Menschen hospitalisiert, um 39 mehr als am gestrigen Montag. Davon benötigen 206 Menschen - 544 in ganz Österreich - intensivmedizinische Betreuung. Auch wenn die Spitäler an die Kapazitätsgrenzen stoßen, ein Transfer von Patienten in andere Bundesländer ist derzeit kein Thema.

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In Wien liegen aktuell 522 Menschen aufgrund einer Coronavirus-Infektion in sogenannten Normalbetten, weitere 206 Menschen benötigen intensivmedizinische Betreuung. In den Häusern des Wiener Gesundheitsverbundes werden davon im Normalbettenbereich 459 und im Intensivbereich 180 Erkrankte versorgt. Die anderen Patienten liegen in Einrichtungen der Ordensspitäler.

„Ist eine Momentaufnahme“
„Derzeit besteht kein Bedarf einer Verlegung von Patientinnen und Patienten. Wir kommen im Moment - Stand jetzt - mit den Kapazitäten klar“, so ein Sprecher des Gesundheitsverbunds. Wobei er auch hinzufügte: „Natürlich ist das in einer Pandemie eine Momentaufnahme.“ Da die Neuinfektionen in anderen Bundesländern steigen, würden Transfers zudem keinen Sinn ergeben, da die dortigen Ressourcen ebenfalls voll gebraucht werden.

Dabei wird die Planung der Spitalskapazitäten mit dem laufenden Monitoring der Auslastung der Covid-Versorgungsbereiche kombiniert. Das erlaubt, bei steigendem Bedarf ausreichend Kapazitäten rasch zur Verfügung zu stellen und umgekehrt wieder für die Regelversorgung sicherzustellen. Dabei wird neben den Ordensspitälern auch mit den Privatspitälern kooperiert. Der Stufenplan umfasst acht Stufen. Im Moment befinden sich die Spitäler im Normalbettenbereich auf Stufe fünf. Im Intensivbettenbereich wird in den Spitälern bereits auf Stufe sieben agiert.

Akutversorgung wird aufrechterhalten
„Wir bereiten im Intensivbettenbereich gerade Stufe acht vor“, sagte der Sprecher weiters. Zuletzt wurde angekündigt, dass man - sollte es die Situation verlangen - auch eine neue Stufe neun schaffen werde. Allerdings gibt es dazu noch keine konkreten Planungen. Die Akutversorgung wird jedenfalls immer aufrechterhalten. „Alle Operationen, die nach medizinischer Indikation unbedingt durchgeführt werden müssen, werden durchgeführt“, unterstrich der Sprecher im APA-Gespräch. Auch Wiener Ordinationen halten trotz bevorstehender „Osterruhe“ (siehe auch Video oben) uneingeschränkt geöffnet. Nur so könnten medizinische Kollateralschäden der Pandemie verhindert werden.

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