"Kärnten Inoffiziell"

Was sich unsere Politiker fürs neue Jahr vornehmen

Kärnten
27.12.2010 18:15
Was wäre ein neues Jahr ohne gute Vorsätze? Sie sind die moralische Würze der Silvesternacht. Auch bei unseren Politikern, bei denen sich die Absichten jedoch stark ähneln, wie "Krone"-Redakteurin Waltraud Dengel berichtet.

"Mehr Zeit mit der Familie verbringen", heißt es unisono bei Landeschef Gerhard Dörfler, seinem Vize Uwe Scheuch, Landesrat Christian Ragger und Grünen-Sprecher Rolf Holub. Wobei Dörfler hoch anzurechnen ist, dass er dafür auch konkret Zeit reserviert: Zum 10. Jahrestag seiner Polit-Karriere im April nimmt er sich 14 Tage frei. "Diese kurze Atempause habe ich meiner Frau versprochen."

Das nächste große Thema quer durch die Parteien ist die körperliche Ertüchtigung. Dörfler will "ein paar Kilometer mehr laufen als heuer", Holub "ein bisschen gesünder leben". ÖVP-Obmann Josef Martinz plant "mehr Bewegung" zu machen - sei es beim Golf oder beim Reisen. Sein SPÖ-Kollege Peter Kaiser will sein Fitness-Training zumindest wie bisher weiterführen: "Jeden Tag 35 bis 40 Minuten. Nächstes Jahr vielleicht noch eine Spur mehr."

Prettner will "Iron Girl" werden
Ebenfalls am heurigen Level bleiben will der Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider: "Ich bin keiner, der zum Jahreswechsel plant, alles anders zu machen. Ich bin ein recht konsequenter Mensch und Sport erhält fit und gesund." Da trifft er sich mit Landesrätin Beate Prettner. Sie hat sich als Ziel die Teilnahme am Iron Girl Lauf gesetzt. Nachsatz: "Ich bin ein sehr willensstarker Mensch. Was ich mir vornehme, halte ich auch ein."

Soweit die privaten Zukunftspläne. Politisch nehmen sich die beiden blauen Exponenten Scheuch und Scheider vor, "mit dem Tempo etwas herunterzugehen". Das Land brauche in der politischen Arbeit mehr Ruhe und Stabilität, meint Scheuch: "Weniger Kleinkrieg der Parteien und mehr den Blick fürs Ganze." Da darf man sich überraschen lassen.

Martinz und sein Traum vom "guten Stil"
Dörfler und Finanzreferent Harald Dobernig sehen den Schwerpunkt bei der Budgetsanierung und der Lösung der Ortstafelfrage. Auch Martinz ist beides ein Anliegen - damit scheint der Koalitionsfrieden 2011 gesichert. Oder doch nicht so ganz? Martinz will nämlich auch "viel arbeiten, dass der Koalitionspartner den Mut für Reformen aufbringt und der gute Stil in der Politik wieder ein Gesicht bekommt."

Sich deutlich von den anderen Parteien abzusetzen plant dagegen Kaiser: "Weniger angepasst, mehr klare Positionen." Prettner will "dem teils recht schwierigen Klima in den Regierungssitzungen mit mehr Gelassenheit begegnen", für Holub steht der Hypo-Untersuchungsausschuss im Mittelpunkt: "Ich hoffe, dass wir ihn abschließen können."

Wenn Politiker auf Vorsätze pfeifen
Bleibt die Frage, welche guten Vorsätze des vergangenen Jahres eingehalten wurden? Viele sind es nicht, wobei die Politiker darauf verweisen, dass es sich 2009 um ein besonders turbulentes Jahr gehandelt habe. Das Budget-Debakel, der Hypo-Skandal, die Wiedervereingung der Blauen - alles muss als Begründung herhalten. Doch es gibt auch einige wie den Villacher Bürgermeister Helmut Manzenreiter oder ÖVP-Klubchef Stephan Tauschitz, die zugeben, auf alle Vorsätze zu pfeifen: "Die sind ohnehin gleich vergessen."

"Kärnten Inoffiziell" von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Kärnten
27.12.2010 18:15
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung