Steigende Infektionszahlen und die kritische Lage in den Spitälern sorgen für einen neuen Kurz-Lockdown zu Ostern. Doch an dessen Sinnhaftigkeit scheiden sich die Geister.
Die Corona-Lage wird von Tag zu Tag kritischer. Deshalb zog die Bundesregierung – wie berichtet – die Notbremse und verordnete einen Kurz-Lockdown samt Geschäftsschließungen von 1. bis 6. April. Danach soll es Eintrittstests für den Handel geben. Außerdem wird die FFP2-Maskenpflicht massiv ausgeweitet. Grenzpendler aus Ungarn und der Slowakei müssen nun einen negativen Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf (siehe Seiten 18/19). Diese Maßnahmen stoßen nicht überall auf Gegenliebe. IV-Burgenland-Präsident Manfred Gerger kritisierte den „erhöhten Aufwand für die Betriebe“ durch die FFP2-Maskenpflicht und die verschärften Test-Rahmenbedingungen für Arbeiter aus den Nachbarländern.
Wirtschaft verärgert, Schulen gerüstet
Die Wirtschaftskammer zeigte sich ebenfalls enttäuscht. „Statt der versprochenen Lockerungen gibt es nun Verschärfungen. Dann muss man die Betriebe auch entschädigen“, so Präsident Peter Nemeth. Außerdem hätte man früher Maßnahmen setzen müssen, um diesen neuerlichen Lockdown zu verhindern. Neutral steht die Exekutive der neuen Situation gegenüber. „Wir kontrollieren ohnedies jedes Fahrzeug an den Grenzen. Für die Kollegen ändert sich damit de facto nichts“, beschied Sprecher Heinz Heidenreich der „Krone“ auf Anfrage. Im Büro von Bildungslandesrätin Daniela Winkler sieht man die Schulen gerüstet: „Distance Learning ist leider nichts Neues für Lehrer und Schüler.“ Zudem arbeite man bereits jetzt an Testkonzepten, um den Präsenzunterricht am 12. April sicher starten zu können. Indes appelliert Krages-Direktor Hubert Eisl an die Bevölkerung: „Die Situation ist wirklich ernst.“
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