Neue Hinweise

Muskelprotz mit der “Micky Maus”-Stimme verhört

Kärnten
24.12.2010 10:25
Den wohl gefürchtetsten Schwerverbrecher Kärntens haben Kripo-Ermittler in Paraguay verhört und sind jetzt von ihrer Reise zurückgekehrt. Und der "Ausflug" hat sich ausgezahlt: Obwohl sich der mutmaßliche Mörder eher unkooperativ gezeigt hat, gibt es Hinweise zum Verschwinden der Klagenfurterin Michaela G.

"Die Mission war für uns erfolgreich", bringt es Oberst Gottlieb Türk auf den Punkt. Die Ermittler haben den weiten Weg nach Asuncion auf sich genommen – in einem kleinen Büro der Staatsanwaltschaft nahmen sie Sandro H. in die Mangel.

Er habe sich dabei wenig kooperativ gezeigt, heißt es, und soll selbst eine rasche Aufklärung im Fall G. gefordert haben. Ein Bluff? "Wir haben jedenfalls wichtige Puzzleteile zum Fall G. gesammelt", erklärt Türk. Die Ermittler sind sich sicher, das Rätsel um ihr Verschwinden endgültig klären zu können.

Ein Muskelprotz mit "Micky Maus"-Stimme
Michaela G. war die Freundin von H., dem Muskelprotz mit "Micky Maus"-Stimme. Und sie gilt seit 2006 als verschwunden. Die Beamten gingen schon bisher davon aus, dass der "Unterweltler" etwas mit ihrem Verschwinden zu tun habe. Türk: "Es wartet noch eine Menge Arbeit auf uns!"

Zuletzt war der 42-Jährige wegen eines Mordkomplotts zu 30 Monaten Haft verurteilt worden – bei einem Freigang flüchtete er gemeinsam mit einem Führerschein-Fälscher aus Klagenfurt nach Paraguay. Dort landeten beide prompt wieder im Knast: Der eine wegen Drogenbesitzes und Sandro H. wegen dem Doppelmord an einem deutschen Ehepaar. An eine Auslieferung des Schwerverbrechers glauben die Ermittler nicht.

Von Hannes Wallner und Thomas Leitner, "Kärntner Krone"

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