Seit einem halben Jahr kümmert sich Hollywoodstar Ralf Moeller in Deutschland um seinen 92-jährigen Vater Helmut und seine 85-jährige Mutter Ursula. In mehreren Interviews hat sich der Star über das Coronamanagement der deutschen Bundesregierung beschwert. Besonders die schleppende Vergabe der Impftermine für Menschen im Alter seiner Eltern hat den Schauspieler zur Weißglut gebracht. Jetzt hat sich der Action-Held aber selbst mit dem Coronavirus infiziert und ist an Covid-19 erkrankt.
„Ich bin am 10. März bei einem TV-Sender in Berlin positiv getestet worden. Ich fühle mich aber gut, bin nur etwas heiser. Fieber habe ich nicht“, berichtete Moeller der „Bild“. Er meint: „Weil ich jeden Tag mein Training mache, ist mein Immunsystem sehr stark. Deshalb fordere ich auch weiter: Macht die Fitnessstudios wieder auf! Denn ein trainierter Körper kann gegen das Virus kämpfen, wenn ihr euch wie ich tatsächlich mit Corona infiziert.“
Derzeit befindet er sich in seinem Haus in Quarantäne. Er bewohnt den oberen Stock, seine Eltern wohnen im Erdgeschoß.
Impftermin zum 92. Geburtstag
Am Sonntag hätte eigentlich ein kleines Fest zum 92. Geburtstag seines Vaters stattfinden sollen, das wegen seiner Infektion nun ausfiel. „Natürlich konnten wir nicht feiern, wie wir das eigentlich geplant hatten. Ich habe meinem Vater aber bei offenem Fenster und auf großem Abstand ein Ständchen gesungen“, berichtete der Filmstar und verriet: „Sein schönstes Geschenk war, dass er und meine Mutter am Mittwoch ihre Impfung bekommen.“
Kritik an Impfsystem
Obwohl er es eigentlich geplant hatte, kann der Schauspieler seine Eltern nun natürlich nicht zu dem Termin bringen. Der „Bunte“ gegenüber hatte Moeller erklärt, dass die Impfungen sehr schlecht organisiert seien und völlig an den Bedürfnissen der Menschen über 80, die nicht in einem Heim wohnen, vorbeigingen.
„Man muss doch wissen, dass diese Menschen nicht mehr so mobil sind, und sollte mit einem mobilen Impftrupp zu ihnen ins Haus kommen, anstatt zu erwarten, dass die sich selbst organisieren.“ Da seine Eltern beide einen Rollator brauchen, wollte er dabei sein. „Da wird eine ganze Generation, die Deutschland aufgebaut hat, schlecht behandelt“, so Moeller, der angekündigt hat: „Ich gebe nicht eher Ruhe, bis meine Eltern geimpft sind. Erst dann kann ich wieder ruhigen Gewissens zurück nach L. A.“
Seine Eltern sind aber auch ohne ihn gut versorgt. Zweimal am Tag komme ein „Pfleger vorbei, der ihnen hilft und Medikamente gibt. Das Mittagessen wird aus dem Lokal eines Freundes oder aus einer Kantine geliefert, die sehr gut ist.“
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