Ein langes Martyrium hat eine Burgenländerin hinter sich. Seit Monaten setzte ihr ein Bekannter brutal zu. Immer wieder rastete er aus und schlug dem Opfer mit den Fäusten ins Gesicht. In Rage drohte der Beschuldigte, die Frau umzubringen. Aus Angst vor weiteren Verletzungen rief sie schließlich die Polizei. Festnahme!
Der erste Fall, der amtsbekannt ist, hat sich bereits am 20. März 2019 zugetragen. In der Neusiedlerstraße in Eisenstadt drehte der Mann durch und zerrte die Frau an den Haaren aus ihrem Auto. Mit voller Wucht schlug der wütende Täter ihren Kopf auf dem Asphalt auf - immer und immer wieder. Trotz vieler Schmerzen wagte es das Opfer nicht, die Attacke zu melden.
Die Torturen gingen mit großer Brutalität weiter. An einem Abend prügelte der Mann mit den Fäusten auf die Frau ein, als sie am Steuer saß und ihn durch Eisenstadt fuhr. Auch mit dem Fuß trat er auf die Lenkerin ein. Erst als sie zu schreien begann, ließ der Angreifer von ihr ab. Blutende Wunden am Kopf, Rippe verletzt - dennoch suchte das Opfer weder einen Arzt noch die Exekutive auf.
Dramatische Szenen spielten sich ebenfalls auf gemeinsamen Reisen ab. Laut Staatsanwaltschaft soll der Gewalttäter seine Begleiterin in einem Hotel in Istanbul an den Haaren gerissen, sie gewürgt und ihr einen Polster gegen das Gesicht gedrückt haben. Wieder behielt die Frau die erlittenen Qualen für sich.
Die Liste der Vorwürfe ist lang. Der Mann hatte die verängstigte Burgenländerin nicht nur in seiner Wohnung eingesperrt, er drohte auch, ihr heißes Öl aus der Pfanne ins Gesicht zu schütten und sie zu töten. Jetzt beendete die Polizei das Martyrium. Der beschuldigte Friseur sitzt in Haft. Für die Ermittler ist der Verdächtige kein unbeschriebenes Blatt.
Kronen Zeitung
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