08.03.2021 11:15 |

Kritik an Johnson

Schulen in England öffnen nach zwei Monaten wieder

Nach rund zwei Monaten im Lockdown sind die Schüler in England am Montag wieder in ihre Schulen zurückgekehrt. Es ist der erste Schritt eines von Teilen der Opposition heftig kritisierten Lockerungsplans der Regierung von Premier Boris Johnson. Dieser begrüßte die Schulöffnung jedoch und sagte: „Das Risiko liegt eher darin, nicht in die Schulen zu gehen, angesichts des Leidens und des Lernverlusts, der zu beklagen war.“

Auf Twitter bedankte er sich zudem bei den Eltern, Lehrern und Betreuern dafür, dass die Schüler auch während des Lockdowns und trotz der Pandemie Lernfortschritte erzielt hätten. „Die Schulen wieder zu öffnen hatte bei uns Vorrang und war der erste Schritt auf unserem Weg zurück zur Normalität“, schrieb Johnson.

Weit fortgeschrittene Impfkampagne
Johnson bezieht seinen Optimismus wohl auch aus der schon weit fortgeschrittenen Impfkampagne in Großbritannien, wo laut BBC bereits mehr als 21 Millionen Menschen zumindest die erste Dosis eines Vakzins gegen Covid-19 erhalten haben. Seit Mitte Februar werden in allen Landesteilen des Vereinigten Königreichs insgesamt rund 400.000 Impfdosen pro Tag verabreicht.

Schnelltests zur Infektionskontrolle
Weiterführende Schulen können nach Bedarf stufenweise öffnen. So soll Zeit für mehrere freiwillige Corona-Tests sein. Die Regierung stellt zu Beginn mehrere Millionen Schnelltests bereit. Danach kann jede Familie mit einem Schulkind pro Woche zwei Selbsttests je Haushaltsmitglied in Anspruch nehmen.

Die englische Schulbeauftragte Amanda Spielman warnte vor Essstörungen und Selbstverletzungen unter Schülern, die im Lockdown „Langeweile, Einsamkeit, Elend und Angst“ erlebt hätten. Die Regierung hatte Anfang Jänner zum dritten Mal wegen der Corona-Pandemie scharfe Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen erlassen.

Gesundheit ist im Vereinigten Königreich Sache der einzelnen Landesteile. In Schottland etwa sind die jüngeren Grundschüler bereits seit Februar wieder in der Schule, die älteren sollen erst am 15. März zurückkehren.

Quelle: APA/dpa/BBC

Martin Grob
Martin Grob
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