Nach der Gemeinderatswahl ermittelt nun die Polizei in St. Jakob im Rosental. Nach der Auszählung der Wahlkarten waren, wie die „Krone“ berichtete, mehrere Kuverts verschwunden und später verstreut im Ort wieder aufgetaucht. Jetzt müssen Ermittler klären, wer damit zu tun hatte und was man damit bezwecken wollte.
„Die Kuverts haben zwar keinen finanziellen Wert, gelten aber als Urkunden“, so ein Polizist zur „Krone“: „Zu prüfen gilt deshalb auch, ob die anfangs verschwundenen Kuverts, auf denen die Namen sowie die Adressen von Wählern notiert sind, unsachgemäß im Gemeindeamt verwahrt wurden. Stichwort Datenschutz.“ Einbruchsspuren hat man jedenfalls laut Polizei keine gefunden.
Wirbel in St. Jakob im Rosental
Der Fall sorgt in der Gemeinde St. Jakob im Rosental für große Aufregung und Spekulationen. Denn kurz vor Ablauf der Frist haben FP und Liste SGS schriftlich am Freitag einen Einspruch gegen die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl im Gemeindeamt deponiert.
Wahlkartenkuver-Skandal
Ein Ermittler: „Wir müssen jetzt klären, was die unbekannten Täter mit dieser Urkundenunterdrückung bezweckten. Wollte man versuchen, die Wahlen zu beeinflussen oder war es einfach nur eine b’soffene G’schicht?“ Der Wahlkartenkuvert-Skandal wird sicherlich auch noch die Landeswahlbehörde beschäftigen. „Wenn es einen Einspruch gegen das Ergebnis gibt, werden wir natürlich tätig“, so deren Leiter Gerhard Jesernig im Gespräch mit der „Krone“: „Genaue Details kenne ich aber noch nicht.“
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