21.02.2021 08:52 |

Urlaub 2021

Noch wenige Buchungen

Die Reisebuchungen sind im Burgenland wegen Corona stark gedämpft. Kunden wollen derzeit kein Risiko eingehen.

Eigentlich wäre jetzt gerade die Zeit, sich mit den Urlaubsplänen in Richtung Reisebüro aufzumachen. Aber das tun nur wenige. Normalerweise hätte sie jetzt schon den größten Teil der Buchungen für das Jahr erledigt, erzählt Jutta Ochsenhofer, Geschäftsführerin von Fox Tours in Oberwart und Obfrau der Fachvertretung. Doch die unsichere Lage schreckt viele ab. Da sich Vorgaben, Quarantäne- und Einreisebestimmungen (siehe auch Seiten 14/15 unserer heutigen Printausgabe) ständig ändern, will niemand ein Risiko eingehen. „Die Hin- und Rückreise ist das Nadelöhr, das viele abschreckt“, sagt Ochsenhofer. Wichtig für das heurige Jahr wäre, für die EU eine einheitliche Regelung zu finden, damit zumindest im europäischen Ausland ein problemloser Urlaub möglich sei.

Andererseits sorgt die Corona-Krise dafür, dass unglaubliche Schnäppchen auf Erholungshungrige warten. „So günstige und flexible Angebote wie momentan hat es wahrscheinlich noch nie gegeben“, meint die Unternehmerin. Sie empfiehlt aber, diese über das Reisebüro zu buchen. Denn gerade in der aktuellen Lage brauche es entsprechende Beratung und Information – auch per Telefon oder Video-Chat. Internetplattformen bieten das kaum.

Dem pflichtet Ewald Grandits vom Reisebüro in Stinatz bei. „Wir haben das Know-how, sind für die Kunden da und können ihnen weiterhelfen.“ Auch er stellt fest, dass sich die Urlaubsfreude zurückhält und viel kurzfristig gebucht wird. „Seit März des Vorjahres bis jetzt haben wir einen Umsatzrückgang von 95 Prozent. Es gibt nur ganz wenige Neubuchungen. Meist sind es Kunden, die ein Guthaben aus der stornierten Buchung von 2020 hatten“, sagt Grandits. Bei Reisen, welche die Büros selbst veranstalten, schaut es ähnlich aus. „Alle 200 Fußballvereine haben bereits storniert, da die Hauptsaison Jänner bis April ist. Bei den Tenniscamps hoffen wir noch auf den Mai und Juni.“

Wie es weitergeht, können die Betriebe nicht einschätzen. Grandits hofft, heuer irgendwie über die Runden zu kommen, und blickt bereits in Richtung 2022. Ochsenhofer hofft, dass die Impfung und unkomplizierte Tests Reisen wieder möglich machen. Aufholbedarf gebe es ja genug.

Christoph Miehl & Christian Schulter, Kronen Zeitung

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