Atom-Streit

Iran will wieder verhandeln – Clinton erfreut

Ausland
01.12.2010 17:39
US-Außenministerin Hillary Clinton hat die Bereitschaft des Iran zur Teilnahme an Gesprächen über sein Atomprogramm begrüßt. "Wir finden es ermutigend, dass der Iran das Treffen in Genf kommende Woche akzeptiert hat", sagte Clinton am Mittwoch während einer Pressekonferenz am Rande des OSZE-Gipfels in der kasachischen Hauptstadt Astana.

Der Iran hatte am Dienstag zugestimmt, sich am 6. und 7. Dezember erstmals seit mehr als einem Jahr mit Vertretern der Gruppe 5+1 zu treffen, zu der die fünf UN-Vetomächte USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und China sowie Deutschland gehören.

Das iranische Atomprogramm werde "das Hauptziel des Treffens" sein, auch wenn der Kreis der Gesprächsthemen weiter gefasst sein könne, betonte Clinton am Mittwoch. Teheran hatte wiederholt gesagt, es sollten Fragen der regionalen Sicherheit thematisiert werden. Zudem erklärte der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad am Dienstag, sein Land werde niemals die Urananreicherung aufgeben. Diese Frage sei "nicht verhandelbar".

"Iran muss Versuche aufgeben, Atomwaffen zu erhalten"
Clinton sagte, der Iran müsse "aufhören, seine internationalen Verpflichtungen zu verletzen, und jeden Versuch aufgeben, Atomwaffen zu erhalten". Das Ziel des Treffens sei es, die "Sorge der internationalen Gemeinschaft über das Verhalten und die Absichten des Iran" zu unterstreichen. 

Die 5+1-Gruppe verdächtigt den Iran, unter dem Vorwand eines zivilen Nuklearprogramms an der Herstellung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet dies und betont, sein Atomprogramm diene allein der Energiegewinnung.

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