31.01.2021 13:00 |

Im Tauerntunnel

Fünf Meter-Eiszapfen werden händisch entfernt

Der 111 Jahre alte Tauerntunnel zwischen Mallnitz und Böckstein ist im Winter ein Sorgenkind der Bundesbahnen. Denn an der Decke und den Seitenwänden wachsen meterlange Eiszapfen. Der Tunnel wird zwar geheizt, was ab minus zehn Grad aber nicht reicht. Teams entfernen die gefrorenen Unikate.

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„Das gibt’s nur in Kärnten! Wir müssen das tun, um jedes Sicherheitsrisiko auszuschalten“, sagt Streckenmanagement-Regionalleiter Franz Jank. Der älteste der zehn Natursteintunnels im Land ist der Tauerntunnel; er wurde während der k.u.k.-Zeit gebaut. Es ist auch der einzige in Österreich, der im Winter Probleme bereitet.

Der Tunnel wird im Winter sogar geheizt
Jank: „Wir befinden uns da immerhin auf 1200 Metern Seehöhe. Und ins Gestein dringt Wasser ein. Der Tunnel wird im Winter sogar geheizt.“ In Mallnitz und Böckstein (Salzburg) gibt’s aber dennoch Probleme. Daher werden die Eiszapfen in der Röhre fast täglich entfernt. Ein fünfköpfiges Team ist dazu mit dem Turmwagen unterwegs. Jank: „Die Zapfen werden händisch abgeklaubt.“

Währenddessen ist das Gleis, über das täglich 140 Züge fahren, gesperrt, der Strom abgeschaltet. ÖBB-Sprecherin Rosanna Zernatto-Peschel: „Bis zu fünf Meter lange Zapfen werden auf Wagons nach draußen gebracht.“

Gerlinde Schager
Gerlinde Schager
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