Ein haarsträubender Fall: Um ihr Gehalt aufzubessern, soll eine Mitarbeiterin eines Elektrofachmarktes in Oberwart zur Kriminellen. geworden sein. Seit November 2009 zweigte die Verkäuferin demnach immer wieder iPhones, Netbooks sowie Spielekonsolen ab und verkaufte die Beute – Gesamtwert mehr als 6.000 Euro – an Shops in Graz. Ihr Chef und Filialleiter hatte das Verschwinden der Waren zwar bemerkt, die Verdächtige blieb aber unerkannt.
Erstmals fiel die mutmaßliche Ladendiebin auf, als sie in einem Bauhaus in Pinkafeld eine Glühbirne "einsteckte" und der Alarm am Ausgang losging. Die "Kundin" konnte zwar flüchten, die Kassiererin erinnerte sich aber an deren Tarnung – die Perücke der gesuchten Frau wurde so zu ihrer kriminellen Visitenkarte.
Als die "Blondine" gleich tags darauf in einem Geschäft im steirischen Hartberg erneut zuschlug, wurde sie gefasst. Wegen der falschen Haarpracht war nicht nur der Fall in Pinkafeld rasch geklärt, sondern jetzt auch die Coups beim früheren Arbeitgeber.
von Karl Grammer und Christian Schulter, Kronen Zeitung
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