20.01.2021 18:51 |

„Kein drittes Ohr“

Kollaritsch und Co. räumen mit Impfmythen auf

So schnell wie jetzt wurde noch kein Impfstoff zugelassen, die Technik ist teils neu. Unsicherheiten sind also verständlich, eine Angst vor dem Piks aber unbegründet: Es wurden selten zuvor in Zulassungsstudien so viele Daten gesammelt, sagt Impf-Experte Herwig Kollaritsch bei einer Veranstaltung des „Vereins zur Förderung der Impfaufklärung“.

Beim Impfen wird ein „völlig natürlicher Prozess“ imitiert: Im Körper wird die Antikörper-Produktion angeregt - das passiert sonst schon beim Luftholen in der U-Bahn. „Wenn Sie es so wollen, ist die Impfung das Einzige an der Schulmedizin, was bio ist“, so Kollaritsch, „die mRNA (Messenger-Ribonukleinsäure) bleibt auch nicht im Körper, sondern wird blitzschnell abgebaut. Es wächst Ihnen also kein drittes Ohr, das ist unmöglich.“

Video: So wirken RNA-Impfstoff

Auch unsere DNA wird nicht beeinflusst: „Die mRNA gelangt nicht in den Zellkern, wo unser Genom (Erbgut, Anm.) sitzt. Sie ist ausgesperrt, da kann nichts passieren“, sagt Ursula Kunze von der Medizinischen Universität Wien. Sie sieht keine Alternative zum Piks: „Ich warte sehnsuchtsvoll. Stellen Sie sich vor, wie es ist, wenn Sie sich keine Gedanken mehr zur Ansteckung machen müssten.“ Erkrankt man, wenn auch nur leicht, muss man lange mit Beschwerden rechnen: „Man kommt nicht frisch-fröhlich aus dem Spital und kann zum Wandern auf den Schneeberg.“

Dass man nach der Impfung nicht schwanger werden darf oder sie bei Allergien und chronischen Grunderkrankungen nicht bekommen darf, stimmt nicht. Und was den Mythos mit einem Chip in der Spritze anbelangt: „Das ist so bar jeder wissenschaftlichen Vernunft, dass es wirklich schon eindrucksvoll ist“, so Kollaritsch.

Silvia Schober, Kronen Zeitung

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