Die SPÖ will aus blauen Kreisen erfahren haben, dass dieses Geld aus der Arbeitnehmer-Förderung des Landes kommen soll. "Ein Schlag ins Gesicht der betroffenen ArbeitnehmerInnen, denen trotz steigender Spritpreise das Kilometergeld unter den Autoreifen weggekürzt wurde", wettert SPÖ-Geschäftsführer Hans Peter Schlagholz.
Vielleicht hätte er seinen Parteichef Peter Kaiser vorher fragen sollen. Dörfler verweist nämlich süffisant darauf, dass das E-Auto-Projekt von der Landesregierung einstimmig abgesegnet worden sei. Dass das Geld aus der Arbeitnehmer-Förderung kommen soll, weist Dörfler zurück. Dieses Gerücht sei die rote Rache dafür, dass man der Arbeiterkammer die Abwicklung des Pendlergelds entzogen hätte. Dörfler: "Die AK hat pro Jahr 500.000 Euro für diese Aufgabe ausgegeben. Das Land macht das um 150.000 Euro künftig selbst. So erspare ich pro Jahr 350.000 Euro."
Sonderkonditionen für interessierte Kärntner
Mercedes freut sich bestimmt über 800.000 Euro garantierter Einnahmen. Aber was hat Kärnten davon? "Wir sind Entwicklungspartner für Mercedes Benz als E-Region. Bei uns wird die Eliteklasse der Elektromobile im Echtbetrieb getestet", erklärt Dörfler. Das bedeute einen regionalen Vorsprung für Kärnten. Zusätzlich habe er mit Mercedes auch ausgehandelt, dass es Sonderkonditionen für Kärntner geben werde, die sich die E-Autos anschaffen werden. Ob es diese Vereinbarung auch schriftlich gibt, wollte Dörfler nicht sagen.
Fünf der Leasing-Fahrzeuge werden in der Landesregierung eingesetzt. Der Rest soll an die Kommunen Klagenfurt und St. Veit an der Glan weitervermietet und auch monateweise für Testfahrten vergeben werden.
"Politik inoffiziell" von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"
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