"Wir haben einfach keine Anhaltspunkte", stöhnt ein Kripo-Ermittler in der Landeshauptstadt, denn noch können die Polizisten kein Muster entdecken: "Die Tatorte sind auf das Stadtgebiet verteilt und nicht mehr nur in einem Stadtteil." Zuletzt schlugen die Täter etwa in Klagenfurt in einer Wohnung in Annabichl zu (siehe Bericht in der Infobox). Das war Dämmerungseinbruch Nummer 36 in Klagenfurt.
"Die Täter scheiterten zwar an der massiven Terrassentür, schlugen dann aber einfach ein Fenster ein", schildert ein Ermittler. Beute: Bargeld und Goldmünzen. Ein Glücksgriff für die Dämmerungseinbrecher, denn anders als bisher angenommen, dürften die Zielobjekte zuvor nicht ausspioniert werden!
Zahl der Einbrüche gestiegen
Der Beamte: "Es gibt heuer mehr Einbrüche und alle Tatorte waren unbeleuchtet." Ebenso in Villach: Da gab es alleine in den vergangenen 30 Tagen insgesamt 66 Mal Einbruchsalarm. Auffallend auch, dass neben den Städten die Coups entlang der Transitrouten und Richtung Slowenien verübt werden.
"Die Dämmerungseinbrüche zwischen November und Februar sind europaweit ein Phänomen", berichtet Kripochef Gottlieb Türk: "Neben der Verstärkung der Einsatzkräfte werden die einzelnen Einbrüche genauestens untersucht und analysiert, damit wir Serien und Tatmuster noch besser erkennen können."
Unbewohnte Häuser ziehen Einbrecher an
Übrigens: Schon eine kleine Zeitschaltuhr kann wahre Präventionswunder bewirken. "Wo Licht brennt, geht kein Einbrecher hin", so ein Polizist.
von Hannes Wallner ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at
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