Marcel Schreter mit einem verwandelten Foulelfmeter (58.) und der eingewechselte Julius Perstaller (78.) schossen die Innsbrucker vor etwas mehr als 10.000 Zuschauern zum Heimerfolg. Für die Burgenländer war ein Tor von Thomas Salamon (69.) zu wenig, der Tabellenvorletzte kassierte die zweite Niederlage en suite nach dem Heim-0:1 gegen Kapfenberg.
Die Innsbrucker, bei denen Bilgen für den gesperrten Hauser links in die Viererkette rückte, hatten vor der Pause zwar mehr Ballbesitz, gefährlicher waren aber die Gäste, die sich keinesfalls versteckten und auch deutlich mehr Zweikämpfe für sich entschieden. Ein Kopfball von Bürger ging hauchdünn am langen Eck vorbei (16.), ein Abschluss von Naumoski mit links drüber (39.). Zudem musste sich Wacker-Goalie Grünwald bei einem Schuss des Ex-Hartbergers aus 14 Metern (23.) sowie einem Kopfball von Pauschenwein (42.) auszeichnen.
Löffler kurz nach Wechsel verletzt
Die Ausbeute des Aufsteigers war da im Vergleich schon deutlich geringer. Mattersburg-Tormann Borenitsch drehte einen Schreter-Kopfball über die Latte (25.), sonst hatte er aber mit einem Prokopic-Freistoß (18.) sowie einem von Inaki mit der Ferse abgefälschten Schuss (22.) nur wenig Mühe. Zur Pause reagierte Wacker-Coach Walter Kogler und brachte Löffler für den auf der rechten Mittelfeldseite farblos gebliebenen Koch. Die Rochade ging aber nicht auf, da sich Löffler gleich in einer seiner ersten Aktionen verletzte und in der 59. Minute wiederum durch Perstaller ersetzt wurde. Da stand es schon 1:0 für die Hausherren.
Schreter verwertet Elfer souverän
Schiedsrichter Louis Hofmann entschied nach einem Zweikampf von Malic mit Burgic auf Elfmeter und Schreter verwertete souverän ins Eck (58.). Es war der erste Treffer für den treffsichersten Wacker-Stürmer seit dem Tor zum 1:0 beim 4:2-Auswärtssieg gegen Kapfenberg am 22. September. Da der siebenfache Saisontorschütze gleich darauf die Chance auf das 2:0 ausließ (62.), blieb die Partie spannend und die Burgenländer kamen auch zum Ausgleich. Nach einer Farkas-Flanke und einem Kopfball von dem allerdings im Abseits stehenden Naumoski traf Salamon zwischen die Beine von Harding zum 1:1 (69.).
Angetrieben von den eigenen Fans am Tivoli legten die Hausherren, die zuvor in sechs Spielen nur einmal getroffen hatten, in der Schlussviertelstunde aber noch einmal zu. Und kurz nach dem Comeback von Martin Svejnoha, der nach seinem überstandenen Kreuzbandriss ab der 74. Minute zu seinem ersten Einsatz seit Anfang Mai kam, fiel auch noch der Treffer zum erlösenden 2:1. "Joker" Perstaller (78.). machte nach einem Prokopic-Ideal-Lochpass via Innenstange und mit seinem dritten Saisontreffer den Heimsieg perfekt. Die Tiroler entschieden damit auch das zweite Saisonduell für sich, nach dem 2:0 in der vierten Runde im Pappelstadion.
Meinungen zum Spiel
Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "In der ersten Hälfte hatten wir ein Übergewicht, da hat nur das Tor gefehlt. Tore, die du vorne nicht machst, die bekommst du dann. Und dann bekommst du noch einen Elfmeter, der anscheinend keiner war. Von der Mannschaft ist all das gekommen, was ich eingefordert habe. Es war ein couragierter Auftritt, alles wunderbar, bis auf die Ausbeute. Zufrieden bin ich natürlich nicht. Jetzt müssen wir im Cup so auftreten wie hier und dann wartet das Spiel gegen Rapid."
Walter Kogler (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Die Mannschaft hat sich sehr schwergetan. Wir hatten zwar die erste Chance, waren danach aber zu langsam im Spielaufbau, zu umständlich und haben auch zu viele Fouls gemacht. Wir waren nicht so flüssig und haben bis zum Schluss zittern müssen. So gesehen ist es sehr wichtig und schön, die drei Punkte gemacht zu haben. Mich freut es auch für die Spieler. Heute haben wir vielleicht unser schlechtestes Spiel in der ganzen Serie (Anm./von sechs Spielen ohne Sieg) gemacht, aber drei Punkte geholt. Die zwei Tore waren schön vorbereitet von Boris Prokopic."
Julius Perstaller (Wacker-Innsbruck-Siegtorschütze): "Das Tor war sehr wichtig für uns, ich bin überglücklich über den Sieg. Wir haben endlich wieder einmal gewonnen, das war sehr wichtig."
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