Die Entscheidung ist gefallen: Der umstrittene FIS-Präsident Johan Eliasch ist am Donnerstag abgewählt worden! Das freut nicht nur den ÖSV, sondern auch Stars wie Marco Odermatt (SUI) und Mikaela Shiffrin (USA).
Zum Nachfolger des schwedisch-britisch-georgischen Multimilliardärs kürten die stimmberechtigten Mitgliederverbände beim Kongress in Belgrad den Liechtensteiner Alexander Ospelt. Das Votum lautete 65:64 Stimmanteilen zugunsten des 58-jährigen Rechtsanwalts Ospelt, der in seiner ersten Reaktion meinte: „Danke für das große Vertrauen. Ich werde ein Präsident für euch alle sein – lasst uns unsere Arbeit tun, lasst uns diese Reise gemeinsam angehen.“
Ospelt wurde unter anderem von Österreich, Norwegen, Italien, der Schweiz, Kanada und den USA unterstützt. Eliasch stand wegen seiner Amtsführung, strittiger Vermarktungsideen und nicht zuletzt der mutmaßlich schlechten Finanzlage des Verbandes in der Kritik. Eine Woche vor dem Kongress war FIS-CEO Urs Lehmann aufgrund eines Zerwürfnisses mit Eliasch zurückgetreten, der Schweizer könnte aber unter Ospelt zurückkehren.
ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer meint zum Ergebnis: „Man darf Alexander Ospelt zur Wahl gratulieren, darf sich aber auch bei Johan Eliasch bedanken – er hat viel Zeit und Leidenschaft in sein Präsidentenamt gesteckt. Nun gilt es gemeinsam, das Vertrauen wieder herzustellen und die FIS entsprechend zu entwickeln.“
Amtszeit von Eliasch voller Kontroversen
Wenige Tage vor der Neuwahl sorgte die Ausladung der von Eliasch im Vorjahr für Sonderprojekte engagierten Ex-Rennläuferin Alexandra Meissnitzer wegen kritischer Aussagen in einem Interview für Aufsehen. Zudem sprachen sich einige Skistars wie Marco Odermatt und Mikaela Shiffrin öffentlich gegen eine weitere Amtszeit des 64-Jährigen aus.
Eliasch hatte das Präsidentenamt im Juni 2021 als Nachfolger von Gian Franco Kasper angetreten, 2022 war er ohne Gegenkandidat unter strittigen Umständen wiedergewählt worden. Seither hatte es zahlreiche Dispute des FIS-Chefs mit großen Verbänden wie dem ÖSV gegeben. Nun soll der seit zwei Jahren im FIS-Council sitzende Ospelt den Verband in ruhigeres Gewässer führen. Der Jurist stand von 2016 bis 2023 dem Skiverband Liechtensteins vor. Seine Amtszeit als FIS-Chef beträgt vier Jahre.
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