"Pro Jahr gibt es etwa 260 Behandlungsfehlervorwürfe, von denen gut ein Viertel berechtigt ist", weiß Patientenanwalt Erwin Kalbhenn. "Allerdings meist mit weniger schrecklichen Auswirkungen!" Einem 59-Jährigen wurde ja im Klinikum die falsche Niere entfernt, schlicht, weil der Chirurg rechts und links verwechselt hat. Für Kalbhenn ist nicht der Operateur allein schuld. "Schließlich ist ein ganzes OP-Team dabei!"
Das Opfer selbst muss erst stabilisiert werden, bis versucht werden kann, die verbliebene Niere vom Tumor zu befreien. "In zwei Wochen wissen wir mehr", so Dr. Bernd Stöckl vom Klinikum. Übrigens hat es schon einen tragischen Fehler um eine Niere gegeben: Einem Steirer wurde eine Niere verpflanzt, die aus Klagenfurt stammte und bei welcher Krebszellen übersehen worden waren. Er starb.
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