Bangen nach Drama

Kunstfehler-Opfer noch zu schwach für zweite Operation

Kärnten
06.11.2010 10:29
Erst in rund zwei Wochen wird feststehen, ob jener Kärntner, dem die falsche Niere entfernt worden ist, normal weiterleben kann. Noch ist er zu schwach für eine Operation. Wie der verhängnisvolle Fehler passieren konnte, ist noch unklar – es war aber nicht das erste Mal, dass Kärntner Ärzte Kunstfehler begangen haben.

"Pro Jahr gibt es etwa 260 Behandlungsfehlervorwürfe, von denen gut ein Viertel berechtigt ist", weiß Patientenanwalt Erwin Kalbhenn. "Allerdings meist mit weniger schrecklichen Auswirkungen!" Einem 59-Jährigen wurde ja im Klinikum die falsche Niere entfernt, schlicht, weil der Chirurg rechts und links verwechselt hat. Für Kalbhenn ist nicht der Operateur allein schuld. "Schließlich ist ein ganzes OP-Team dabei!"

Das Opfer selbst muss erst stabilisiert werden, bis versucht werden kann, die verbliebene Niere vom Tumor zu befreien. "In zwei Wochen wissen wir mehr", so Dr. Bernd Stöckl vom Klinikum. Übrigens hat es schon einen tragischen Fehler um eine Niere gegeben: Einem Steirer wurde eine Niere verpflanzt, die aus Klagenfurt stammte und bei welcher Krebszellen übersehen worden waren. Er starb. 

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
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