„Keine Rede davon“

Anschober dementiert Gerüchte um zweiten Lockdown

Politik
30.09.2020 12:15

Das Gesundheitsministerium hat am Mittwoch eine Behauptung von FPÖ-Chef Norbert Hofer zurückgewiesen, wonach ab 23. Oktober - und damit noch vor dem Allerheiligen-Wochenende - ein zweiter Lockdown vorbereitet werde. Davon könne keine Rede sei. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bezeichnete das Gerücht als „nicht nur eine Ente, sondern eine ganze Entenfarm“.

Es handle sich um gezielt gestreute Gerüchte, meinte man am Vormittag im Ministerium. Ein zweiter Lockdown sei nur dann vorgesehen, wenn der Hauptausschuss des Parlaments zustimme und das Gesundheitssystem vor dem Zusammenbruch stehe - und davon könne gar keine Rede sein, stellte Anschober zu Mittag klar: „Diese Behauptung ist nicht nur eine Ente, sondern eine ganze Entenfarm.“

Video: Gesundheitsminister Anschober nach dem Ministerrat zu den aktuellen Corona-Zahlen

In erster Linie gehe es zurzeit um gezielte Maßnahmen (wie die vorverlegte Sperrstunde in der Gastronomie) dort, wo die Corona-Ampel eine Notwendigkeit dafür aufzeige. Mit der jüngsten Covid-Gesetzesnovelle hätten die Länder die Möglichkeit dafür bekommen.

Hofer orakelt über Lockdown und Wahlverschiebung
FPÖ-Chef Hofer hatte zuvor in einer Aussendung vor einem zweiten Lockdown gewarnt und behauptet, „gut informierte Kreise im Umfeld der Kabinette“ würden den 23. Oktober als Termin für einen zweiten Lockdown nennen. Auch eine Verschiebung der Wien-Wahl sei nicht vom Tisch, so der freiheitliche Parteiobmann. Der mögliche Grund: Derzeit gibt es in etwa so viele positive Covid-19-Fälle wie am Höhepunkt der Krise Anfang April.

FPÖ-Chef Norbert Hofer (Bild: APA/Herbert Neubauer)
FPÖ-Chef Norbert Hofer

„Jetzt muss es runtergehen mit den Zahlen“
„Wir haben derzeit deutlich zu hohe Zahlen“, sagte Minister Anschober dann auch beim Pressefoyer zum Ministerrat zu Mittag. Man habe die Situation seit dem 20. September zwar stabilisieren können und nun ein Plateau erreicht, aber „jetzt muss es schrittweise runtergehen mit den Zahlen“. Weitere Risikofaktoren seien nun aber der Start der Hochschulen und die fallenden Temperaturen.

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