Den Tatort kannte der Einbrecher wie seine Westentasche. Denn bis Mai war der Gelegenheitsarbeiter im Kuschelhotel in Grieselstein bei Jennersdorf beschäftigt. Nach dem Sommer als Bademeister in seiner Heimat kehrte der Slowene zurück – als Kriminaltourist. Um seine Heroin-Sucht zu finanzieren, verübte der Verdächtige seit Mitte September fünf Einbrüche in Grieselstein und einen weiteren Coup im Kuschelhotel in Söchau, Bezirk Fürstenfeld (Steiermark).
Via Swimmingpool in das Hotel
Die ungewöhnliche Methode: Der Serieneinbrecher entledigte sich vor dem Hotel seiner Kleider, schwamm durch den Swimmingpool und tauchte im Haus auf, um auf Beutezug zu gehen. So hatte der Slowene Geld und Spielkonsolen um 2.000 Euro gestohlen. Doch bei der letzten Diebstour wartete schon die Polizei auf den 29-Jährigen. Als der Eindringling die Fahnder sah, lief er in den 2. Stock.
"Der ortskundige Täter wollte über die Feuerleiter flüchten. Unsere Beamten konnten ihn aber fassen und den Fall rasch klären", lobt Sigi Jud, Kommandant der Polizei Jennersdorf.
"Ich habe damit gerechnet, dass ich irgendwann erwischt werde", sagte der Kriminelle. Der 29-Jährige legte ein Geständnis ab.
von Karl Grammer, Christian Schulter (Kronen Zeitung) und bgld.krone.at
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