06.09.2020 06:00 |

„Ist notwendig“

Kurz nach Kritik: „Die Ampel wird uns leiten“

Nach der Kritik an der Corona-Ampel versucht nun Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die erhitzten Gemüter zu beruhigen: „Neues ist immer ungewohnt, und ich verstehe, dass das für betroffene Städte und Bezirke und deren Verantwortliche schwierig ist. Aber es ist notwendig und hilft uns, die Pandemie weiterhin erfolgreich zu bekämpfen. Deshalb werden wir an der Ampel festhalten“, richtet Kurz den Kritikern der Corona-Ampel aus.

Es sei vernünftig, die Ampel als das zu sehen, was sie sei, nämlich ein Präventionsinstrument und keine Schuldzuweisung, so der ÖVP-Chef. Neben den bundesweiten Maßnahmen und Empfehlungen brauche es speziell dort, wo das Risiko größer sei, verschärfte Maßnahmen. Und Kurz betont: Die gesetzliche Möglichkeit zur Ausweitung des Mund-Nasen-Schutzes sei von Rechtsexperten bestätigt.

Zuletzt hatte Gesundheitsminister Rudolf Anschober angekündigt, regionaler zu differenzieren, auch innerhalb von Bezirksgrenzen: „Dort, wo der Bedarf da ist. Das kann ein halber Bezirk sein oder auch drei Gemeinden“, sagte Anschober und betonte, dies sei bisher schon das Ziel gewesen.

Viele Faktoren für die vier Farben
Grün, Gelb, Orange oder Rot - doch wie erfolgt die Entscheidung der Farbe für die Corona-Ampel? Zuerst wird die Entwicklung der Fallzahlen in jedem der 93 Bezirke in den vergangenen sieben Tagen in Österreich exakt unter die Lupe genommen.

Gibt es mehr als 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, kann von Grün umgeschaltet werden. Doch diese Zahl ist nicht hauptausschlaggebend! Es gibt über 20 Faktoren, die bei dem System berücksichtigt werden, z.B.: Wie sieht es mit der Auslastung der Krankenhäuser aus? Wie ist die Nachverfolgbarkeit der Ansteckungsketten? Wie ist das Verhältnis zwischen Tests und positiven Fällen? Danach wird die Farbe entschieden.

Kronen Zeitung

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