Zwist in Kohfidisch

Christbäume in Natura-2000-Gebiet sorgen für Streit

Burgenland
27.09.2010 08:33
Schon lange vor Weihnachten sorgen Christbäume für helle Aufregung – zumindest in der Gemeinde Kohfidisch. Dort nämlich hat ein Landwirt seine Kulturen großflächig eingezäunt. Mitten im Natura-2000-Gebiet. Sehr zum Ärger der Jägerschaft und der Naturschützer. Der Ortsvorsteher vermutet Behörden-Intervention.

„Harmisch, ein Ortsteil von Kohfidisch, liegt zu 100 Prozent im Natura-2000-Gebiet. Hier will der Christbaumhändler aus der Steiermark nun nochmals 15 Hektar einzäunen. Das lassen wir uns nicht gefallen“, ist Ortsvorsteher Ewald Csencsits erbost. Auch viele Naturfreunde und vor allem die Jäger sind gegen das Vorhaben. Immer wieder verfangen sich Wildtiere in den Zäunen, sterben qualvoll.

Ein von der Gemeinde in Auftrag gegebenes Gutachten hat den Gegnern vollinhaltlich Recht gegeben. Eine Auspflanzung und eine Einzäunung sei zu untersagen, hieß es. Jetzt aber gibt es ein Gegengutachten, das eine Christbaummonokultur samt Einzäunung von 15 Hektar erlaubt. „Das kann nur nach einer Intervention bei Landeschef Hans Niessl und vor allem Landesrat Werner Falb-Meixner möglich sein“, vermutet Csencsits.

von Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung

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