Auf nach oben!

So wirst du vom Mitarbeiter zum Chef

Wirtschaft
20.09.2010 18:33
Für viele Menschen ist es ganz normal, immer in der Situation zu sein, einen Chef zu haben – selbst einer zu sein liegt da oft außerhalb der Vorstellungskraft. Dabei ist beruflicher Aufstieg gar nicht einmal so schwer zu erreichen. krone.at verrät dir, wie du selbst zum Chef wirst.

Chef-Denken
Willst du Verantwortung bekommen, musst du so agieren, als ob du sie bereits hättest. Das heißt: raus aus dem Angestellten-Denken, hinein ins Chef-Denken! Handele so, als ob du die gewünschte Position schon hättest. Dadurch wirst du dich in deiner derzeitigen Position profilieren und zugleich Verbesserungsvorschläge bringen, die deinem Vorgesetzen auffallen werden. Zeige Selbständigkeit sowie Kreativität und denke über deinen Bereich hinaus.

Auch ist es wichtig, dass du verbindlich arbeitest, das heißt Vorgaben und Vereinbarungen auch einhältst. So beweist du, dass man dir Aufgaben übertragen kann, für deren Erfüllung du Sorge tragen kannst. Und das Ganze bitte schnell. Denn während man früher im Schnitt fünf Jahre Zeit hatte, sich in einem Unternehmen zu profilieren, sind es heute nur mehr drei Jahre - Tendenz weiter fallend. Aufsteigen kann heute nur jemand, der in der Lage ist, auch schnell Ergebnisse zu liefern. 

Karriereplanung
Du solltest dir frühzeitig überlegen, wohin dich dein Weg führen soll. Gezielte Branchen- und Unternehmensauswahl hilft dabei ebenso wie die richtige Weiterbildung. Je genauer du deine Meilensteine planst, desto leichter wird dir die Umsetzung deiner Traumkarriere fallen. Wichtig dabei: Ausdauer. Lass dich nicht von Fehlschlägen aus dem Konzept bringen – Zielorientierung und Durchhaltevermögen sind zwei sehr wichtige Zutaten für dein Erfolgssüppchen. Du musst ein Stehaufmännchen bzw. –weibchen sein, Kritik wegstecken können und darfst auch dann nicht aufgeben, wenn alles aussichtslos erscheint. Eine hohe Frustrationstoleranz und Kritikfähigkeit, auch gegenüber deinen eigenen Handlungen, sowie ein hohes Maß an Eigenverantwortung erhöhen deine Erfolgsaussichten.

Knigge-Kenntnis
Natürlich musst du dich auch in einer gehobenen Ebene bewegen können. Du solltest dich damit auskennen, wie man mit im beruflichen Kontext wichtigen Ansprechpartnern umgeht, wie man Kontakte knüpft und wie man sich selbst und andere in ein gutes Licht rückt. Souveränität und Professionalität sollten dein Verhalten prägen. Dazu gehört auch zu wissen, wann du mit welchen Menschen worüber redest. Sein Herz auf der Zunge zu tragen zeugt zwar von Ehrlichkeit, ist aber nicht unbedingt das Klügste.

Positive Grundeinstellung
Als Chef musst du andere motivieren können. Dazu gehört, dass du selbst über viel positive Energie verfügst und andere begeistern kannst - und auch dann noch optimistisch bleibst und nach Lösungen suchst, wenn andere bereits aufgeben. Ebenfalls wichtig: die Fähigkeit, aus Fehlern lernen zu können. Ein Fehler ist im Prinzip nichts anderes, als eine Erfahrung, von der man im Nachhinein weiß, warum eine andere Entscheidung vielleicht sinnvoller gewesen wäre. 

Wissen und Bildung
Du solltest eine breite Allgemeinbildung haben, um in möglichst vielen Gesprächen mithalten zu können. Neben dem Allgemeinwissen ist jedoch auch dein Fachwissen gefragt, schließlich ist es die Basis dafür, dass du Mitarbeiter anleiten und mit anderen verhandeln kannst. Du solltest das Kerngeschäft des Unternehmens kennen und darin fit sein. So wirst du von allen Ebenen akzeptiert.

Finger weg von Sabbatical & Co
Work-Life-Balance hin, Auszeiten her – für deine Karriere können derlei Dinge tödlich sein. Wer für längere Zeit weg vom Fenster ist bzw. nur Dienst nach Vorschrift schiebt, kann sich eine Top-Karriere aus dem Kopf schlagen. Der Anschluss ist praktisch nicht zu schaffen, schließlich muss deine Position irgendwie anderweitig besetzt werden, und die Wahrscheinlichkeit, dass damit dein Nachfolger gefunden wird, ist relativ groß.

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