07.08.2020 10:10 |

Umsatz aber stabil

Post-Gewinn halbierte sich im ersten Halbjahr

Ein wenig entgegen dem Trend vieler Branchen konnte die Österreichische Post AG im ersten Halbjahr 2020 den Umsatz im Vorjahresvergleich halten. Der Gewinn ist aber dennoch um die Hälfte eingebrochen: Während der Umsatz mit 981,9 Millionen Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode stabil blieb, wirkten sich die Corona-Pandemie und der Aufbau der „bank99“ negativ auf das Betriebsergebnis aus.

Besonders das zweite Quartal 2020 brachte durch die Lockdown-Bestimmungen und die wirtschaftlichen Stillstände in einigen Industrien den größten negativen Effekt der letzten zehn Jahre, heißt es in der Unternehmensmitteilung. „Trotz deutlich erschwerter Rahmenbedingungen gelang es, die flächendeckende Versorgung an Brief-, Paket- und Filialdienstleistungen sicherzustellen, auch wenn diverse Versorgungspflichten nicht kostendeckend zu erfüllen waren“, so die Post.

Zusätzliche Belastung durch Corona
Das Betriebsergebnis des Konzerns wurde mit negativen Covid-19-Effekten von ca. 45 Millionen Euro belastet - durch außerordentliche Gesundheits- und Logistikkosten (ca. 20 Mio. Euro) sowie der Ergebnisbelastung aus Umsatzrückgängen (ca. 25 Mio. Euro). Der reduzierte Umsatz im Brief- und Werbegeschäft wirkte sich aufgrund der hohen Fixkosten besonders stark auf das Ergebnis aus.

Paketgeschäft boomt
Das Paketgeschäft profitierte hingegen von starken Impulsen im Online-Handel. Darüber hinaus waren in den letzten Monaten Zusatzkosten zu verzeichnen, um die Mengen von bis zu plus 50 Prozent in manchen Wochen zu bewältigen, so das Unternehmen. Das Logistikgeschäft reduzierte sich daher um 27,4 Prozent im ersten Halbjahr auf 76,9 Mio. Euro.

Auch „bank99“ drückt Ergebnis
Belastend wirkten aber auch die Kosten für die neue „bank99“, die seit April am Markt aktiv ist. Neben den Corona-Belastungen sorgten die Aufbaukosten für einen negativen Ergebnisbeitrag von 28,7 Millionen Euro. Die Bank hat bislang über 42.000 Kunden gewinnen - Ziel der Post ist es, dieses Finanzdienstleistungsgeschäft in den nächsten Quartalen um neue Produkte zu erweitern und ab dem Jahr 2023 positive Ergebnisbeiträge zu erwirtschaften.

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