11.07.2020 06:00 |

25. Jahrestag

SOS-Kinderdorf hilft Srebrenica-Hinterbliebenen

Auch 25 Jahre nach dem schwersten Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges liegt der Schatten von Srebrenica noch immer über dem Balkan. 8300 Tote des Massakers klagen an. Heute sorgt die EUFOR - unter ihnen 152 Österreicher - für Stabilität in Bosnien-Herzegowina, und SOS-Kinderdorf kümmert sich rührend um die Hinterbliebenen des Genozids.

Es war Völkermord. Um die Region Srebrenica von Bosniaken - also Muslimen - zu säubern, rollte die bosnisch-serbische Armee am 11. Juli 1995 an. Mehr als 8300 Männer zwischen zwölf und 77 wurden interniert, erschossen und schließlich verscharrt.

Erschütternd: Das Verbrechen spielte sich in der UNO-Schutzzone ab. Auch wenn das Trauma noch heute auf den Friedenstruppen lastet, steht seit 2004 eine EUFOR-Truppe für die Sicherheit im Land. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) hat sich dafür ausgesprochen, dass auch dieser Auslandseinsatz mit rund 150 Österreichern weiterhin besteht.

Für eine ebenso berührende wie tief greifende Hilfe für Hinterbliebene des Massakers sorgt indes das SOS-Kinderdorf. Konkret mit Familienstärkungsprogrammen, um den Menschen in der leidgeprüften Region beizustehen, die Gräuel zu vergessen, Aussöhnung mit einstigen Feinden zu erlangen und vor allem wirtschaftlich in der Krisenregion zu überleben.

Christoph Matzl, Kronen Zeitung

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